Den Reaktionen zu unserer Vinyl-Umfrage, z. B. von Olaf, entnehmen wir, dass es durchaus nicht nur zufriedene Vinyl-Käufer gibt, gerade was die Qualität der aktuell produzierten Scheiben angeht. Entsprechende Rückmeldungen von Kunden gab es auch schon an anderen Stellen.

Da Vinyl ja gerade unter den audiophilen Hörern äußerst beliebt ist, ist das natürlich ein Missstand, der nicht tragbar ist –, wenn es denn tatsächlich stimmt. Daher dieser Beitrag:

Bitte teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit Vinyl-Käufen mit. Stimmt die Qualität? Ist eine generelle Verschlechterung zu erfahren oder handelt es sich eventuell nur um Ausreißer oder einzelne Produktionsfehler? Gibt es Labels, die in Qualitätsfragen häufig auffallen, im Positiven wie im Negativen? Ist die Gramm-Angabe entscheidend für die Qualität des Vinyls?

Wir sind höchst gespannt auf Ihre Erfahrungen und wir sind uns sicher, dass auch das ein oder andere Label an dieser Stelle mitliest und hoffentlich dankbar für die direkte Rückmeldung zu seinen Produkten ist.

Foto von vidrio

38 Kommentare zu »Erfahrungen mit Vinyl-Qualität«

  1. Peter schreibt:

    Hallo,

    für mich ist es schon immer der einzige ernstzunehmende Tonträger und ich freue mich deshalb sehr über das erweiterte Vinylangebot. Leider ist es wirklich sehr schade und ärgerlich, welche unzureichende Qualität der LPs uns Vinylhörern zum Teil verkauft wird. Der Einzelhandel sollte meines Erachtens großzügig mit Reklamationen verfahren und schlechte Ware dem Hersteller zurückgeben. Nur mit erhöhter Sorgfalt bei der Plattenproduktion kann dauerhaft die Freude am Plattenhören gewährleistet werden.
    Mfg
    Peter

    [Anm. d. Admins: Kommentar von anderem Post verschoben]

  2. Mario Cortolezzis schreibt:

    Hallo,

    Habe einige neue Scheiben 180g gekauft bei Ihnen gekauft, 3 von insgesamt 6 waren nicht OK. 2 waren gewellt d.h. regelrecht konkav (Glockenform), daher fast nicht abspielbar, und wenn schon dann nur eine Seite mit einem schweren Puck. Die Miles Davis Kind of Blue hat einige laute Knacker.

    Habe die Scheiben nicht zum Umtausch gegeben da der Transport teuer käme als den Sachwert… da diese ja auch sehr preiswert waren :-)

    Ich denke dass der ganze 180/200g Hype nur darauf zurÜckzuführen ist dass die Produktion keine anständige normale Qualität mehr hinbekommen…. Die alten dünnen Scheiben die 30 Jahre auf dem Buckel haben klingen fast besser! Problem ist Fertigung und Q-Kontrolle. Zum Glück gibt es ja noch Flohmärkte.

    Mit JPC und Ihr Service bin ich absolut zufrieden, CDs und andere Ware ist 1A, nur bei den LPs da bin ich zurückhaltend geworden, würde ganz gerne wieder aus Ihrem Sortiment kaufen, aber bei den teuereren Stücken macht man sich schon Gedanken.

    Hoffe dass die Hersteller das in den Griff bekommen

    Mit herzlichem Gruss

    Mario

  3. Klaus Fischer schreibt:

    Da hat der Mario recht.Aber mal ehrlich,wer kauft schon 180g Scheiben?
    Das Problem ist bekannt.Die Hersteller wollen schnell schnell die Scheiben produzieren und auf den Markt werfen.Die nötige Sorgfalt bleibt auf der Strecke.Also NIEMALS 180g Platten kaufen.Lieber bisschen mehr Geld für `ordentlche` Platten ausgeben. Merke: Billig ist eben billig.

  4. Manfred Heizmann schreibt:

    Hallo Klaus,
    ich kaufe z.B. 180g-Platten und kann nichts nachteiliges sagen. Sicher, wenn die Platte gewellt ist, hat man ein Problem, das nicht so schnell gelöst werden kann. Aber wenn es ein bisschen knackst, ja was macht das schon aus? Wir sind von den sterilen CDs wahrscheinlich schon so sensibiliert, dass wir auf alles allergisch reagieren.

    Aber über eines können wir doch gemeinsamer Meinung sein: Platten hören sich – gegenüber CDs – doch einfach genial und unübertroffen an. Dafür lohnt sich allemal ein 2000,- € teurer Plattenspieler!

  5. Guido aus LH schreibt:

    Hallo,
    ich muß sagen das die Klangqualität und Dynamik der neuen Scheiben gegenüber den vor 30 Jahren ernorm zugelegt hat, doch die Qulität der einzelnen Pressungen hat sehr nachgelassen, z.B. : Bei der LP von David Gilmour, On An Island, verzerrt der Klang immer auf den letzten Stücken der beiden LP-Seiten und es wird von mal zu mal schlimmer, ich finde dieses sehr störend und enttäuschend. Solche Sachen bin ich von meinen alten Scheiben nicht gewöhnt und 21 Euro ist nicht gerade wenig Geld für eine LP. Schade, vielleicht kann ich die Scheibe ja umtauschen ? Mal sehen was das jpc-Team dazu sagt.

    Good Luck

    Guido

  6. Frank schreibt:

    Hallo zusammen,

    als leidenschaftlicher Musikhörer ist es schon ärgerlich, wenn neue Vinyl`s nicht der notwendigen Sorgfalt produziert werden.

    Meine Erfahrung ist da recht seltsam: ich habe einige sehr teuere und aufwendig Produzierten Vinyl´s (die Klingen schlechter als CD´s) – einige billig Vinyl Produktionen sind den 180 +Xg Vinyls schlicht und einfach überlegen. Auf der anderen Seite habe ich mittlerweile einige Label´s (Vinyl und CD) die generell mit Ihren sehr schlechten bzw. sehr guten Aufnahmen verblüffen – unabhängig von dem Gewichtsanteil des verwendeten Vinyl´s.

    Mein Eindruck ist folgender: Für den schellen Euro und die Zielgruppe derer, die anscheinend Taub sind, reichen die primitivsten Aufnahmetechniken – wobei auch bei diesen Produktionen verblüffend gute Aufanmen sein können.

    Wenn man richtig den Preis in die Höhe treibt mit vermeintlichen Materialschlachten und einer guter Lobby….- dann muß es gut sein! – kann, geht und darf nicht anders, da dies vermeintlichen HighEnd Pressungen ja vom Guru kommen. Dieser Eindruck wird meinerseits daduch verschäft, das es immer weniger Musikhörher gibt, die sich Ihr eigenes Urteil bilden. Stattdessen setzt die Musikindustie auf Konsumeneten – denn diese wissen anscheinend nicht wie es Klingen kann (DSDS und Konsorten…..leider auch einige sehr gute Profi Musiker bzw. Produzenten) und sollte.

    Eine Vinyl nach den Klangqualtiäten zu kaufen ist sehr schwierig. Ich kaufe eine Vinyl, wenn mir die Musik zusagt bzw. es eine seltene Vinyl ist. Ist die Aufnahme sehr schlecht ist, dann wird sie eben wieder Verkauft – oder als Sammlerstück aufgehoben. Es ist ein trauiges Pockerspiel ob es nun Klingt oder nicht.

    Zudem darf man nicht vergessen, dass der persönliche Geschmack und Eindruck, der Musikraum, die Wiedergabekette und die Psysche einen nicht zu verachtenden Faktor bei der Beurteilung der Klangqualtät darstellt.

    Fazit: die notwendige Sorgfalt (ggf. auch Hezblut) bei der Herstellung von Vinyl scheint oftmals nicht mehr im Vordergrund zu stehen. Umsatz ist wichtiger als die Qualität. Sogfalt und Hezblut ist nicht mehr gefragt….wozu auch? – Die meisten Widergabeketten könne die Unterschiede nicht darstellen – daher Umsatz vor Klangqualität. Kann es denn wirklich sein, das einige Toningenieure und Musikliebhaber schon Taub sind?…oder ist es der Kostendruck?

    Viele Grüße

    Frank

  7. Stefan David (jpc) schreibt:

    @Guido aus LH: Jemand aus unserem Service-Team wird sich bei Ihnen melden.

  8. Stefan schreibt:

    Hallo an die "leidgeprüfte Analogfraktion",

    es ist schon bedauerlich, was uns Analogies als gute bis sehr gute Pressung suggeriert wird. Im Anfang dachte ich, dass es bei mir eine Ausnahme mit den teilweise fehlerhaften Pressungen wäre. Jedoch weit gefehlt! Im Regelfall ist die Hälfte!!! aller gelieferten Platten nicht einwandfrei.
    Das reicht von "Schüsseln" über dezentrierte Seiten, von Flecken auf der Oberfläche bis zu anscheinend schadhaften Chargen (z.B. Katie Melua). Die Krönung war ein 180er Reissue von Billy Joel mit "angenagtem" Rand. Und diese Pressungen wurden bereits ersetzt!
    Andererseits gibt es aber auch Glücksmomente, Musikgeschmack hin oder her, z.B. bei Labeln von Stockfisch, Clearaudio, Speakers Corner etc.
    Es scheint tatsächlich, dass die Qualität der Pressung mit dem finanziellen Einsatz korreliert. Wenn ich da an meine alten Schätze, teilweise über 30 Jahre alt (jung) denke, war eine schadhafte Pressung die absolute Ausnahme.
    Fazit: Aus meiner Sicht gibt es noch nicht den notwendigen "Druck" auf die Hersteller, Qualität unabhängig des Preissegmentes zu etablieren. Bei den o.a. Scheiben handelt es sich auch nicht unbedingt um Sonderangebote. Somit spricht mir dieses Forum aus der Seele und wird hoffentlich von vielen Anhängern der schwarzen Scheiben rege genutzt. Nur so und mit kontinuierlichem "Qalitätsreport" seitens der Käufer ist auf längere Sicht eine Verbesserung in der Industrie erzielbar.
    Nochmals meinen Dank an das Team von jpc.

    Viele Grüße

    Stefan

  9. Roland Popp schreibt:

    Ich kaufe seit den Siebzigern LPs. Die Bedeutung der Schallplatten hat in den Achtzigern – die Gründe hierfür sind bekannt – leider abgenommen. Trotzdem halte ich am Vinyl fest, wenngleich ich feststellen muss, dass die Qualität bei Neupressungen labelübergreifend leider zu Wünschen übrig lässt. In der Regel haben die Neupressungen eine Welle oder Wischer, Schlieren oder sonstige Spuren der Produktion. Das gab es damals nicht. Auch die immer so außergewöhnlich angepriesenen 180-Gramm-HQ-Pressungen machen da leider keine Ausnahme. Die Misere liegt meines Erachtens eindeutig bei der Produktion und nicht beim Handel, der die Fehler der Hersteller nur ausbaden darf. Offenbar wird das Vinyl nach der Fertigung nicht genug abgekühlt, gleich verpackt und versandt. Darüber hinaus wird mit dem sensiblen Material oft nicht vorsichtig genug umgegangen. Vermutlich verfügen die Hersteller nicht mehr über das nötige know how, um korrekt mit Platten umzugehen. Dabei dürfte es doch gar nicht so schwer sein. LPs müssen nur plan (eben) laufen und die Oberfläche muss unbefleckt und glänzend sein. Wenn dann auch noch der Sound (warm und voll) stimmt ist doch alles in Ordnung. Ich musste leider auch schon etliche Schallplatten an JPC zurücksenden und umtauschen. Mit dem Service war ich immer voll zufrieden und habe dann in der Regel auch einwandfreie LPs erhalten. Es wäre schade, wenn dies irgendwann einmal nicht mehr der Fall wäre.

    Danke

    Roland

  10. KAYSER Max schreibt:

    Ein interessantes Forum habt Ihr da aufgemacht. bitte weiterfahren.
    Ich bin seit 1 Jahr zum Vinyl zurückgekommen und habe bis auf 2 Ausnahmen auch mit 180 Gr. gute Erfahrungen gemacht. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich die Platten stets mit Aufschraub-Puck abspiele. Die tiefere Rinne bringt rein mechanisch betrachtet einen ruhigeren Lauf der Nadel und eine flächigere Abtastung.
    Allerdings bestätige ich gerne die hervorragende, teilweise auch traumhafte, Qualität einiger dünner Altplatten aus der Sammlung – insbesonders nach Plattenwäsche !
    Ginge denn eine zusätzliche Qualitàtskontrolle bei JPC vor dem Versand um ausreisser zu vermeiden ?
    Beste Grüsse und weiterhin gutes Hören
    Max Kayser

  11. Thomas schreibt:

    Hallo,
    da ich von der analogen Schallplatte nie wirklich weg gekommen bin,muss ich leider die schlechten Qualitäten aktuell gepresster Schallplatten bestätigen.Die Preise für Schallplatten übersteigen die der Cd um einiges.Da sollte man doch einiges erwarten können,oder?
    Die meisten Plattencover bestehen einfach nur noch aus unlackierten Pappkarton,bei einigen meiner 7" Neukäufen ist das Loch nicht zentriert ,so das die Musik jault,der Tonabnehmer veranstaltet Berg- und Talfahren, die so "wunderhübsch"bedruckten Platten haben ein sehr starkes Grundrauschen ,an den Rändern kann mann sich die Finger aufschneiden ,aktuelle Platten kommen teilweise erst Monate später auf den Markt usw.
    Jeder hat bestimmt in den letzten Jahren diese Erfahrungen machen müssen.
    Warum-eine Frage an die Industrie-?
    Die Plattenpressen aus den achtziger Jahren müssten doch noch ihren guten Dienst verrichten.Oder wurden diese Verschrottet?
    Auch heute ist Qualität gefragt.

  12. Caroline Kaiser schreibt:

    Ich bin mit den Großproduktionen aus den USA und D sehr zufrieden, z.B. Madonnas "Confessions of a Dance Floor", oder der letzten LP von den Einstürzenden Neubauten, sowie Gustav Holsts "The Planets".

    Allerdings habe ich auch keinen 250 000 Euro Schallplattenspieler ;-)

    Die Klangqualität ist besser als die der jeweiligen CDs. Bei Klassik finde ich aber auch viele SACD Aufnahmen gleichwertig oder auch besser. Enttäuschend fand ich eine Neuauflage des Soundtracks "Yellow Submarine" auf LP, die habe ich aber in Amsterdam gekauft und nicht bei JPC. Die ist übersteuert und der Klang ist blechern, der nicht so freundliche Schallplattenhändler hier hat sie nicht zurückgenommen, weil ich "die ja hätte aufnehmen können" und außerdem
    " Deutsche immer sehr viel meckern ".

    Ich habe mir dann die alte Originalversion gekauft, natürlich woanders, die kostete die Hälfte und hatte einen guten Klang. Mir scheint aber, daß es bei der Vinylproduktion immer mal wieder "Montagsplatten" gibt, z.B. auch bei teuren Soundtrack Neuauflagen, denn anders kann ich mir einige Beschwerden in US Foren nicht erklären. Vielleicht sind die Auflagen mittlerweile für ein Nischenprodukt wieder zu groß, so daß man die hohe Qualität nicht konstant halten kann.

  13. Mark schreibt:

    Hi,

    kann all die negative Kritik an aktuellen Pressungen, die sich hier angesammelt hat leider nur bestätigen. Oftmals klingt eine alte, dünne und gut erhaltene Flohmarktscheibe besser als eine vergleichbare neue. Am schlimmsten finde ich, dass neu gekaufte Scheiben oft zerkratzt etc. sind. Kann bei den Preisen eigentlich nicht sein.

  14. Lars Borrmann schreibt:

    Habe bei Ihnen u.a. Kari Bremnes – Svarta Bjorn gekauft. Ein tolles Werk, aber leider knisterte die Platte von Anfang an. Habe sie jetzt auf einer professionellen Waschmaschine gehabt, hat auch nicht geholfen.
    Dem Text auf dem Cover " high quality pressing" kann ich leider nicht ganz zustimmen.

  15. Holger Mank schreibt:

    Ich habe im Herbst bei JPC mit zwei LPs Probleme gehabt:

    1) Billy Joel "The Stranger 30th Anniversary" (Best.-Nr. 1223986): das Mittelloch war nicht ausgebohrt, die LP kann nicht auf die Plattentellerachse gesteckt werden. Außerdem enthielt die Platte deutliche Reibspuren und Fingerspuren.
    2) Shelby Lynne "Just a Little Lovin" (Best.-Nr. 6753593): die LP war nicht sauber ausgeschnitten, am Rande steht Vinyl über. Außerdem war die Platte über und über mit Fingerabdrücken und oberflächlichen Reibspuren versehen.
    Beide LPs wurden eingeschweißt geliefert.

    Die Ersatzlieferung Billy Joel war okay, die zweite Shelby Lynne ähnlich schlimm wie der erste. Ging wieder zurück.

    Traurig für den Kunden, problematisch aber auch für JPC, deren Service nach wie vor sehr gut, aber bei solchen Zulieferern machtlos ist.

  16. Rainer Stolle schreibt:

    Hi JPC und Hersteller,
    ich finde die Qualität der gelieferten Platten lässt zu 50% zu wünschen übrig, wellig,"Schüsseln", Rückstände in den Rillen, die auch mit waschen nicht entfernt werden können, knistern und Übersteuerung des Signals habe ich schon beanstanden müssen. Diese Fehler können nicht JPC angelastet werden, wobei ich mir eine Übnerprüfung durch JPC zumindest nach Reklamationen derselben Platten auf den in der Rücksendung beanstandeten Fehler wünschen würde (es kann meines Erachtens nicht angehen, das z.B. bei welliger Erstlieferung eine Platte eingeschweißt als geprüft den JPC- Versand verlässt).

  17. Klangvision schreibt:

    Seltsamerweise zielen alle Kommentare auf Probleme mit den Pressungen ab, die ich überhaupt nicht teilen kann. Lediglich die 3-fach LP von Nils Petter Molvaer vor ein paar Jahren war so schlecht, dass trotz mehrfachen Umtauschs kein zufriedenstellendes Exemplar zu bekommen war. Kann auch sein, dass Universal besonders schlampig arbeitet?

    Das größere Problem lieg meiner Meinung schon vor der Pressung, wenn das Mastering auf CD ausgelegt ist, ist auch der sonst angenehme Vinyl-Sound schnell dahin. Gerade wenn es sich um ältere Produktionen handelt, kann ich gut auf gewisse digitale Produktionen auf Vinyl verzichten.

    Da JPC der einzige Internet-Händler ist, der die Platten für den Versand gut verpackt, kaufe ich gerne dort ein, auch wenn's dann einen Euro teurer ist.

  18. ansgar leuthner schreibt:

    Hallo!
    Seit ich in den letzten Jahren wieder verstärkt Vinyl höre, kaufe ich mir natürlich auch wieder gute LPs. Leider muß ich sagen: grundsätzlich ist die Mehrheit der Neupressungen (aktuelle Scheiben) hundsmiserabel: Rauschen, Knacken, Verwellungen, offensichtliche Fehlpressungen mit linsengroßen Einschlüssen im Material) – das gilt für 150, 180 oder sogar 200gr Scheiben. Ich habe bisher die meisten meiner Neuerwerbungen umgehend zurückgeschickt und, ja leider, CDs gekauft. Im Gegensatz dazu sind allerdings Wiederveröffentlichungen alter Sachen z. B. von Classic-Records, Vinyl-Lovers oder Lilith makellos Ebenso verhält es sich mit den audiophilen Schätzchen von MFSL – besser als alles, was auch früher so veröffentlicht wurde – leider auch teurer, aber das ist mir die Sache schon wert.
    Fazit: die Industrie will mit ihren Neuerscheinungen jetzt auch wieder auf dem Vinylmarkt mitmischen und macht den gleichen Fehler wie schon seit Jahren überhaupt mit allen Tonträgern: es wird schnell und billig produziert um maximalen Gewinn zu schaufeln. Der Schuß geht auf die Dauer wohl eher nach hinten los.
    Tschüß!

  19. Christian schreibt:

    Hallo Vinylis,
    habe gemerkt das viele von euch denk mal schon älter sind und die Platte als Träger von klein auf kennen somit das gefühl was eine Platte kann und in sich trägt noch spüren , habe aber festgestellt das keiner von euch gemerkt hat das die Platte seit über zwanzig Jahren von der CD abgelöst wurde folglich die Aufnahmetechniken fast nur noch digital sind , also was soll dann mehr von ner neuen Platte runter kommen wenns garnicht draufgespielt wurde. Schlimm noch dazu das die Leute die Ahnung mit der Technik und den Maschinen hatten sehr dünn gesät sind. Hab selber gute Anlagen zur Musikreproduktion (Plattenspieler) da mekt man gleich wers versteht Platten zu pressen oder nur Kohle machen will. In zuckunft wirds aber mal nur noch so laufen ,schade , deswegen kauf ich fast nur ältere Scheiben (analog) wos eh ein Meer an guter Musik gab !

  20. Jan schreibt:

    Zunächst einmal finde ich es mutig, aber auch klug von jpc, diese Stellungnahme zu ermöglichen. Unglaublich, wenigstens steht man nicht alleine da, denn tatsächlich hat die Qualität in der Fertigung der LP spürbar nachgelassen. Beispiel: Herbie Hancock – Headhunters, 2008 von Sony/BMG als 180g wiederveröffentlicht. Bevor man überhaupt die Klangqualität beurteilen kann, scheitert man schon beim Auflegen, das Mittelloch ist zu klein! Die Ränder zieren zudem häßliche Grate, sogar mit Fäden. Nach dem Tausch in einem Plattenladen (Frankfurt/M.), nicht jpc, erhielt ich ein anderes Exemplar. Ergebnis: Auch diese Platte der gleiche Alptraum! Notgedrungen mußte ich selbst das Mittelloch vergrößern und mit einem Tapeziermesser die Ränder "entschärfen". Die Zentrierung ist noch akzeptabel, ich rechnete schon mit einem elliptischen Gruß…
    Im Ernst, heißt es im 21. Jhdt. zurück in die Steinzeit? 2008 wird etwas abgeliefert, das sich in den 80ern noch nicht mal ein Wühltischsampler geleistet hätte.
    Klanglich reizt dieses neuveröffentlichte Album auch nicht aus, was ein älteres Exemplar bietet. Schade. Grace Jones – Hurricane bald als LP verfügbar! Aber was bekommt man?

  21. Andreas schreibt:

    Die Qualität von LPs ist nicht grundsätzlich schlecht. Ich denke vor allem die Major-Labels haben erkannt, dass mit Vinyl wieder Geld zu verdienen ist und nutzen die Gutgläubigkeit der Vinylkäufer aus: Wenn Vinyl idR teurer als die CD ist, denkt halt jeder gleich an Sammler-/Liebhaberstücke… Ich traue mich schon nicht mehr, Vinyl zu bestellen, man muss sich wirklich im Laden von jeder Scheibe einzeln von der Qualität überzeugen. Der Umtausch bestellter Ware im grosser Stil treibt die Preise womöglich noch weiter, da der Aufwand ja auch finanziert werden muss.
    Zum Thema 180+gr-Pressungen: Was man da erlebt ist teilweise schon eine Frechheit. Ryan Adams "29" als HQ-Pressung war bei meinem Exemplar total daneben, die "normale" Version klang besser, aber auch nicht optimal.
    Nicht zu unterschätzen ist meiner Meinung nach auch das Mastering der Aufnahme, das in vielen Fällen nur für CD vorgenommen wird. Die Probleme mit schlechter Qualität können also auch bereits vor dem Herstellungsprozess entstehen.

  22. Rudolf Zellner schreibt:


    [Anm. d. Admins: Kommentar entfernt. Für persönliche Angriffe bieten wir hier keinen Platz.]

  23. Wolfgang Steiner schreibt:

    Habe mir vor etwa 10 Jahren einen Thorens 2000 gekauft und höre seitdem wieder vermehrt LP. Mit Neupressungen hatte ich bisher nur kleinere Probleme (Verwellte Platten und manchmal kleine Verzerrungen). Nur bei meiner letzten Bestellung (M.Mann, Budapest LIVE) gab es Probleme. Bei einem Titel lief der Tonarm nicht mehr weiter; dann der Schock: die umgetauschte LP hatte den gleichen Fehler.
    Ich hab die LP dann trotzdem behalten und nochmal näher betrachtet. Der von mir zuerst festgestellte Kratzer, war in wirklichkeit ein Grat (Rückstand von der Pressung ?) der entfernt werden konnte. Jetzt knackt die LP an dieser Stelle zwar noch aber sie läuft wenigstens durch. Einen Kritikpunkt, am sonst hervorragenden JPC Sevice, habe ich dennoch, einzeln Verpackte LP's sollten etwas ausgepolstert werden. Bei besagter umgetauschte LP, wurde durch den Posttransport die Innen- u. Aussenhülle beschädigt.
    Hier noch ein ungewöhnlicher Tip für alle Analogie's :
    Zum Reinigen von CD's verwende ich schon seit Jahren Opto-Pro von Westfalia.
    Gibts auch größer (Westfalia Nr. 229997 für 9.99)
    Als ich mich eines Tages über den rauen Klang einer LP ärgerte, nahm ich dieses Mittel, spühte es Nebelfeucht auf ein gutes Microfasertuch und rieb damit die Platte in beide Richtungen ab. Danach wird noch mit einem anderen Microfasertuch trocken gerieben. Die so behandelte LP verlor tatsächlich ihren rauen Klang und spielte viel homogener. Es war, als ob sich der Reibungswiderstand verringert hätte.
    Ich weis, viele sagen jetzt : auf keinen Fall LP's mit so was behandeln. Ich habe aber bis heute, auch bei teuren LP's keinerlei negtive Erfahrung gemacht.
    Dies ist ja kein nass abspielen !
    Nur eines ist zu beachten, nach der Prozedur die LP einmal abspielen. Dabei sammeln sich and der Nadel die feinen Microfasern die in den Rillen hängen geblieben sind.
    Dies ist in der Regel aber nur ein Mal der Fall.

  24. Bad Company schreibt:

    Ich muss die teilweise schlechte Qualität von Neupressungen leider bestätigen. Trotzdem beweisen einzelne Labels, dass es möglich ist, hochwertiges Vinyl zu produzieren. Mir fällt auf, dass neue 180 g. Metall- und Rock-Alben oft hervorragend gepresst sind, da stört dann jedoch das digitale Mastering und die hohe Komprimierung. Auf der anderen Seite sind populäre Jazz- und Klassikalben mit feiner Tonqualität öfter voller auch durch mehrfache Wäsche nicht entfernbare Kister- und Störgeräusche.

    Das Gewicht einer Platte ist mir gleichgültig und meine alten Platten zeigen, dass es darauf auch nicht ankommt. Schwere Platten erfordern mehr Sorgfalt in der Produktion (Zeit zum Abkühlen), so dass ich nicht verstehe, warum nicht einfach dünner gepresst wird.

  25. Stefen Beutel schreibt:

    Ich kann die Kritiken über schlechte Neupressungen nur bedingt teilen. Die z.B. wiederaufgelegte Scheibe "Pearl" von Janis Joplin ist klanglich(für Musik von, vor Jahrzehnten) und von der Pressqualität nicht zu toppen.
    Das Patti Smith Doppelalbum "twelve" 2007 bei "Columbia" erschienen ist jedoch schlichtweg eine Katastrophe. Die Stimme ist so nervig von Zischlauten begleitet,das diese LP nur für die Tonne taugt. Da meine LP Sammlung recht umfangreich ist und ich gut vergleichen kann muss ich aber sagen,so toll waren die Pressungen in den 70er und 80er Jahren nicht,das diese als Beispielhaft für die heutige Zeit gelten könnten.
    Außerdem nicht zu vergessen,so gute Hifi Komponenten wie heute gab es früher nicht. Und wir sind alle anspruchsvoller geworden,sonst würden wir einer LP heutzutage keine Zeit mehr widmen.

  26. Vinylfresser schreibt:

    Ja, Leute, wir haben hier einen kleinen Aspekt vergessen. Die Qualität spiegelt sich auch in der Gesamterscheinung wider. Wer eine neue Scheibe kauft, muss mal drauf achten, wie die Platte verpackt ist. Oft sind schon die bedruckten Innenhüllen zerknickt und mit Fingerabdrücken versehen, weil irgendein Idiot, der Vinyl nicht zu schätzen weiß, diese hastig und im Akkord irgendwie reingequetscht hat oder in der Verpackungsmaschine das Textblatt schon lieblos eingespannt hat, wenns denn so ist.
    Und bei den 12'ern herrschen ja noch schlimmere Zustände. Ich hasse Neuveröffentlichungenm die nur als Weißlabel erscheinen, aber teuer sind. Da muss man teilweise selbst drauf schreiben, wo A und B ist.
    Ansonsten habe ich festgestellt, dass es es auch teilweise von den Künstlern abhängt, wie dei Qualität ausfällt. Es gibt Bands und Künstler, bei denen die Qualität immer gut ist, Peter Gabriels Sachen zum Beispiel.

    Was den Service von JPC betrifft: habe noch nie bei Ihnen bestellt, weil Sie – unabhängig von einer Kontodeckung oder Liquidität ungefragt Schufa-Auskünfte und Kontoinformationen einholen und gegebenenfalls nicht ausliefern, wohlgemerkt als EINIZIGER Versandhändler deutschlandweit dem Kunden gegenüber von vornherein extrem misstrauisch sind.
    Das macht kein Spaß.
    Ich habe noch nie mit irgendeinem Versandhändler Problem gehabt, nur bei Ihnen kann ich einfach nichts bestellen, weil Sie mir wie eine Detektei hinterher schnüffeln, ob ich auch wirklich bezahlen kann beziehungsweise davon ausgehen, dass der Kunde eh kein Geld hat. Nein danke.
    Es gibt genügend andere, bei denen ich die gleichen Artikel zu selben Preisen unkompliziert und fair bekomme.

  27. Stefan David (jpc) schreibt:

    @Vinylfresser: Es gehört hier zwar gar nicht hin, aber ich werde trotzdem kurz und abschließend auf die angesprochenen Schufa-Auskünfte eingehen.

    Scoring ist für Versandhändler unerlässlich, die – so wie wir – in Vorleistung gehen, z. B. bei Rechnungskauf. Daher sprechen wir dieses Thema auch offen in unseren AGB an und nennen da selbstverständlich auch das Unternehmen, das in diesem Bereich mit uns zusammenarbeitet. Es gibt in Deutschland nebenbei kaum einen Versandhändler, der nicht mit diesem oder einem vergleichbaren Unternehmen zusammenarbeitet. Eine Schnüffelei gibt es in diesem Zusammenhang nicht und selbstverständlich erfahren wir auch nichts von einer Kontodeckung.

  28. Ingo Berbecker schreibt:

    Zu den Konditionen von jpc möchte ich auch noch einen kurzen Kommentar abgeben. Meine Erfahrungen über ca. 20 Jahre Kunde sind durchweg sehr positiv! So wurden problemlos kostenfrei defekte Platten sogar noch nach zwei Jahren getauscht, CD-Hüllen großzügig ersetzt und rare Platten langfristig beim Großhändler gesucht. Man darf sich nur manchmal nicht mit dem Callcenter- Service zufriedengeben, da dort wohl, wie überall, nicht nur freundliche Mitarbeiter sitzen. Aber auf entsprechende Einlassungen regiert die Zentrale ungemein freundlich.

  29. Det schreibt:

    Hallo zusammen,

    eine kurze Anmerkung zu Jans Posting zu den Wiederveröffentlichungen von Sony. Ich habe Miles Davis – Kind of Blue und Dave Brubeck – Time Out gekauft und bin von Pressung und Klang enttäuscht. Pressung ist schlecht (exzentrisch, scharfe Grate, Knackser) und Klang ist grauenhaft (gerade bei Miles Davis verzerren die Trompeten doch häufiger).
    Es scheint so zu sein, dass die ganzen Sony-180g-Reissues nicht wirklich toll sind. Zum Glück waren die Titel einigermaßen preiswert.

    Viele Grüße
    Det

  30. Michael schreibt:

    die öffnung dieses forums finde ich schon mal absolut positiv weil es zeigt dass jpc sich auch um die vinyl-fans kümmert. das angebot ist auch hervorragend und ich hatte bis jetzt auch glück was die bei jpc bestellen vinyl-scheiben betrifft – die waren alle ok.
    aber was die pressqualität allgemein der neu- und wiederveröffentlichungen auf vinyl betrifft kann ich den vorrednern nur zustimmen. besonders exzentrische mittellöcher kommen immer wieder vor und nerven.
    also ein lob an jpc – ein tadel an die plattenfirmen und ihre oft schlechte pressqualität.

    LG michael

  31. Stefan schreibt:

    Hallo,
    nach reiflicher Überlegung habe ich mich nochmals entschlossen, hier einige Zeilen zum Besten zu geben. Der Grund ist u. a. in der letzten Lieferung zu sehen. Von drei Artikeln gingen zwei erneut retour.
    Bis dato war mir (noch) nicht präsent, welche Anstrengungen beim Herstellen wohl unternommen werden müssen, um auf eine runde Scheibe einen extrem elliptischen Rillenverlauf zu pressen! – aktuelles Beispiel: J. J. Cale – Roll On. Bei diesen hörbaren Kratzgeräuschen "schadet" auch der zusätzliche Höhenschlag nicht mehr.
    Des weiteren herrschte bei der Pressung der neuen Neil Diamond- Scheibe – Home Before Dark – anscheinend ein starkes Unwetter mit "Hagelschlag". Alle vier LP- Seiten sind mit Löchern gespickt. Da stimmt es auch nicht wirklich versöhnlich, dass zumindest die übrigen Qualitätsmerkmale (zentriert, plan, etc.) eingehalten werden.

    Gerade im Hinblick auf diese Beispiele kann ich mich des Verdachtes nicht erwähren, dass Redakteure für LP- Rezensionen (siehe u. a. Ausgaben der LP) ggf. "vorselektierte" Ware erhalten. Wie sonst sind diese Diskrepanzen in der Fertigungsqualität zu erklären?

    Und letztlich noch einen Dank an die Mitarbeiter von jpc, die unbürokratisch Reklamationen bearbeiten. Es bleibt zu hoffen, dass deren Engagement hinsichtlich Vinyl nicht (verständlich) nachläßt.

    Viele Grüße Stefan

  32. Axel schreibt:

    Hallo zusammen,

    ich möchte meinen Ärger, meine Wut und mein Unverständnis über diese Zustände aus einer anderen Sicht zum Ausdruck bringen. Aber neues kann ich leider nicht beitragen.

    Ich bin ein potentieller Neukunde für die Plattenspieler- und Vynil Branche. Werde ich auch wirklich einer? Ich weiß es nicht.

    Ich bin 41 Jahre alt und kenne natürlich noch die alten guten Plattenzeiten. Von den Problemen die hier geschildert werden wußte ich bis heute noch nichts. Und ich hatte immer Spaß und Freude an meinen Platten.

    Aber auch ich ging mit der Zeit und fand die praktischen Vorteile von CD`s einfach überzeugend. So verschwand die kleine Plattensammlung mit samt Thorens.

    Ich habe erst vor 2 Jahren etwas mehr Geld in Verstärker, Boxen und CD investiert.
    Und eigentlich fing der Frust auch damit erst an.

    Du lernst mit ein Paar ausgewählten Scheiben wie gut der Kram eigentlich klingen kann und später verzweifelst Du beim anhören der neu gekauften Massenware.

    Heute würde ich schon "fast" davon abraten. Der Grund: Womit die Anlage füttern?

    Die wenigen wirklich guten Aufnahmen (gerade im Rock Bereich) sind doch wirklich Mangelware. Da fängt man schon an Musik zu hören die einem eigentlich gar nicht so liegt, nur weil sie gut klingt (aufgenommen wurde), oder wie?

    Warum gibt es Highend – Messen mit qualitativ hochwertigem Equipment, aber keine adäquate Musikproduktion dazu? Bei der High-End 2009 in München musste ich schon darüber lachen mit welchen "Scheiben" da Vorführungen einer 100.000 EUR teuren Anlage gemacht werden. Da wird ja nur noch "Krampf" vorgespielt.

    Klar, die beliebten Sachen aus dem Bereich Pop / Rock können sie da nicht auflegen, sonst wird es eng mit der Klangüberzeugung.

    Und weil das so ist, habe ich einen Wunsch in mir verspürt: Zurück zur alten Schallplatte!

    Nun war ich sehr positiv darüber gestimmt, dass sich der Plattenspieler wieder großer Beliebtheit erfreut. Viele schöne und bezahlbare Modelle gibt es da.

    Meine zweite Frage war: Gibt es denn auch genug "neue" Platten zu kaufen? Auch die alten Scheiben? Ich meine, ich wäre bereit mal eben für 1000 EUR einzukaufen um die ersten 40 bis 50 Platten zu erwerben!

    Und je mehr man sich mit dem Thema auseinandersetzt, desto trauriger wird die Erkenntnis. Genau das gleiche Drama wie bei der CD? Nur noch krummer und gewellter?

    Ich kapier es einfach nicht. 2010 und es gibt keine Firma die anständige Schallplatten pressen kann?

    Wann endlich wird den entsprechenden Leuten klar, dass es einen Markt für edle Musikwiedergabe gibt?

    Was soll ich jetzt tun?

    Soll ich 2000 EUR für einen Plattenspieler investieren zzgl. passendem Tonabnehmer um dann keinen Ton abnehmen zu können?

    Was hier alles berichtet wird:
    "3 von 6 bei Lieferung schadhaft", "kratzer schon vor dem ersten Gebrauch auf der Scheibe", "Wellen in der Platte", "nicht zentriert", "Kantenabbruch", "mieser Klang", "Hagelschlag", "Löcher in der Scheibe (eins reicht doch aus, oder) ?" usw.

    Da soll man als Interessent denken "…Ja! Da will ich auch mitmachen!" ???

    Ich weiß natürlich auch dass es anders funktioniert und viele zufrieden sind. Aber alleine schon der letzte Beitrag von Stefan -immerhin im Mai 2009- zeigt doch, dass sich hier nicht viel verändert haben kann.

    Das ist einfach nur enttäuschend für Deutschland als ehemaliger Qualitätsgarant "made in Germany" und eine Ohrfeige an alle Audiophilen Fans.

    Ich hoffe ich habe niemanden zu sehr gelangweilt.

    Viele Grüße von einem frustrierten

    Axel

  33. stereo schreibt:

    Ich bin sehr froh, dass so viele Vinyl- Reissues auf den Markt kommen, gerade im Bereich Jazz ist die Klangqualität hervorragend. Vorausgesetzt man verfügt natürlich über ein hochwertiges Equipment. Wollen wir uns mal nichts Vormachen, wenn sich jemand aus dem MM einen Plattenspieler kauft, mir einer 40 € Nadel dran, wird er wenig Freude an der Vinyl-Musik haben. Überhaupt ist das Thema Plattenspieler kein einfaches. Da müssen alle Feineinstellungen passen etc, es reicht auch hier nicht,viel Geld für ein Gerät zu investieren und dann darauf zu hoffen, dass die Wiedergabe gut ist, ohne sich mit der Sache näher zu beschäftigen. Erst wenn die Hausaufgaben gemacht sind, kann der Spaß beginnen. Ich ziehe den warmen Sound von Vinyl allemal dem einer CD vor, dies gilt vor allen Dingen im Bezug auf Jazz, Blus, Folk.
    Im ganz kommerziellen Bereich oder auch bei Rock wird wesentlich mehr bei der Aufnahme geschludert, viele User aus verschiedenen Musikforen beschweren sich derzeit über die schlechte Qualität in dem Segment.

    Bisher bin ich über die Lieferungen von JPC sehr erfreut, meine Platten waren bisher fast immer frei von Fehlern. Wenn die Platte mal etwas wellig ist, liegt es daran, dass die Produzenten schludern und die Scheiben gleich nach Pressung auf den Markt werfen, ohne sie aushärten zu lassen.

  34. Wolfgang schreibt:

    Habe 1963 mein erstes Vinylteil gekauft und bin seitdem immer am Ball geblieben.
    Mein Eindruck ist der, das es schon immer sog."Ausreisser" gab und geben wird.
    Die Anzahl/Häufigkeit hat allerdings sehr zugenommen. Ich denke, das nach Ein-
    führung der CD (80er), viele Firmen ihre guten Pressmaschinchen vertickt oder
    ausgemustert haben. Die "Bedienprofis" gleich mit. Es ist ein aufwendiger Prozess,
    Vinyl zu produzieren. Ohne "Herzblut" nicht zu machen. Bei den heutigen Firmen
    geht es doch nur noch um Gewinnmaximierung, wenn interessiert denn da die
    Pressqualität? Ich werde trotzdem weiterhin selektiv auf dem Vinylmarkt ein-
    kaufen, da das Gesamtkunstwerk LP nicht zu toppen ist. Der haptische Genuss ist
    eben bei der CD nicht gegeben. Ein Knacks hier und da gab es früher auch immer mal wieder (Holland-Pressungen!!!) LG Wolfgang

  35. Oleg schreibt:

    Dem Kommentar über die grottenschlechte Pressungsqualität von "Svarta Bjorn" von Kari Bremnes schließe ich mich völlig an. Die Platte knistert furchtbar, ja sogar überspringt einige Stellen. Dabei am selben Tag gekaufte "Iron Man 2" von AC/DC spielt hervorragend sauber.

  36. Christian schreibt:

    ich kann die stark verringerte (Press/Material?) Qualität ebenfalls nur bestätigen.
    Bin im Besitz von etwa 2000 Maxis, fast ausschließlich alle innerhalb der letzten 2 Jahre gekauften Exemplare – wellen sich deutlich (oft fast 1 cm!), während die Originale aus den 70ern und 80ern unbeeinflusst bleiben.

    Mit scheint, dass die aktuellen Releases vor allem mit der Thermik stärkste Probleme haben.
    In meinem Wohnung wird es im Sommer sehr heiß, während einige Stellen auf dem Boden (Garage unter mir, zudem Wohnung schlecht isoliert) relativ kühl bleiben.

    In einigen Stapeln Platten, die vor meinem Regal auf dem Boden stehen, haben sich stets die Releases der letzten Jahre verwellt, auch hier aber nur die Neuen Pressungen!

    Irgendetwas muss bei der Fertigung hier gewaltig schief laufen, denn dies passiert
    mit Vinyls aus unterschiedlichen Produktionsstätten und Ländern, ich vermute mal der Fehler liegt bei der Anmischung des Materials/Granulats.

  37. Frederik Brückner schreibt:

    Die Qualität der aktuellen Pressungen variiert sehr stark von Lable zu Lable.

    Besonders negativ sind mir leider immer wieder die Pressungen von Nuclear Blast aufgefallen.

    Exzellent sind die Pressungen von Garden of Exile (NL), sowie Beards&Bones (FR), aber auch die aktuellen 180g Pressungen von Epic usw. sind gut.

  38. Stefan schreibt:

    Hallo,
    nach nunmehr fast zweijähriger Abstinenz in diesem Forum melde ich mich mit einem neuen Beitrag.
    Da mein Glaube an eine Verbesserung hinsichtlich der Pressqualität neuer Vinylproduktionen bisher überwog, sehe ich mich leider eines Besseren belehrt.
    Aktuell sind dieses eine LP von Jack Johnson und Eric Clapton.
    Erstere weist erhebliche Pressfehler aus. Neben Dellen und Dezentrierung "entschädigt" nur noch der geringe Höhenschlag. Dieser wiederum ist bei der Clapton- Scheibe so stark, dass ich sie meinem Tonabnehmer nicht zugemutet habe.
    Nach reiflicher Überlegung werde ich zukünftig nur höchst selektiert Vinyl erstehen, in der Hoffnung, weniger Problemfälle einzukaufen.
    Eine Qualitätsoffensive von Vinyl, so es diese überhaupt gegeben hat, ist jedoch kläglich gescheitert und wird/wurde auf dem Rücken der gutgläubigen Kunden ausgetragen.
    Es scheint, dass der Weg in datenreduzierte CD´s oder noch schlechter MP3 nicht aufzuhalten ist. Dem Kulturgut Musik wird hiermit jedoch ein Bärendienst erwiesen.

    Viele Grüße Stefan

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