Laut einem Bericht in der Welt Online spielte EMI im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Verlust von knapp einer Milliarde Euro ein. Diese Zahl meldete der Investor Maltby Capital, der seit 2007 Besitzer des Musikkonzerns ist.

Maltby Capital macht jahrelanges Missmanagement, beispielsweise in der Auswahl der Künstler, für dieses Ergebnis verantwortlich. Im jetzt vorgelegten informellen Geschäftsbericht wird daher auch deutlich mit dem Management abgerechnet. So werden allein Taxifahrten innerhalb Londons mit 700.000 Pfund ausgewiesen. Dazu kommen noch Probleme, die für das derzeitige Musikgeschäft zumindest bei Majors nicht untypisch sind: Die CD-Umsätze gingen um 28 Prozent zurück und lagen bei nur noch 860 Millionen Pfund, was durch den Anstieg der Downloads nicht annähernd wettgemacht werden konnte.

Der Unternehmer Guy Hands, der über die Investmentgesellschaft Terra Firma hinter Maltby Capital steht, hat EMI strikte Sparmaßnahmen verordnet. Man darf gespannt sein, was das im Hinblick auf die Veröffentlichungen heißt.

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