Welt online berichtet in einer Art Nachruf über die Pläne der Firma Panasonic, die legendären Technics 1200er- und 1210er-Plattenpieler nicht mehr herzustellen.
Geposted von Lothar Bruweleit am 1.12.2009
Schlagwörter: Vinyl
Bereits vor über zwei Jahren wurde in diesem Blog auf Veröffentlichungen hingewiesen, die ausschließlich als Vinyl erhältlich sind. Dem ist noch etwas hinzuzufügen:
Sie sind die Großmeister des Gypsy Brass und begeistern seit Mitte der 90er-Jahre weltweit die Fans der etwas anderen Blasmusik: Die elf Musiker der Fanfare Ciocarlia präsentieren auf »Best Of Gypsy Brass« ihre großen Hits. In dieser Zusammenstellung gibt es diese Stücke bis auf weiteres nur auf Vinyl. Tatsächlich ist dies auch die erste und bislang einzige LP von Fanfare Ciocarlia.
Weitere Hinweise werden gern genommen. Bitte in die Kommentare.
Geposted von Lothar Bruweleit am 30.9.2009
Schlagwörter: Fanfare Ciocarlia, Vinyl
Filmische Dokumentationen über Musikstile sind recht selten. Beim englischen Label »Soul Jazz Records« ist vor kurzem die DVD »Dub Echoes« des Brasilianers Bruno Natal erschienen. Manchem mag Dub als der abseitigste Stil überhaupt erscheinen aber allen am Film Beteiligten ist schon anzusehen, dass es für sie kaum eine wichtigere musikalische Errungenschaft gibt. Die Liste der Beteiligten ist lang und hochkarätig: King Jammy, Lee »Scratch« Perry, Sly Dunbar, Bunny Lee, Howie B., Adrian Sherwood u. v. a.
In erzählter Form wird die 40-jährige Historie des Dub und der Einfluss auf die heutige Musik und Produktionstechniken nachgezeichnet. Jan Kühnemund schrieb auf zeit.de eine stimmige Zusammenfassung und zeigt auch sofort den großen Schwachpunkt der DVD auf: So wichtig und interessant die Interviewten auch sein mögen – es gibt viel zu wenig Musik! »Soul Jazz Records« hat folgerichtig, ebenfalls unter dem Namen »Dub Echoes«, eine Doppel-CD und eine Dreifach-LP zum Thema veröffentlicht.
Geposted von Lothar Bruweleit am 12.8.2009
Schlagwörter: Adrian Sherwood, Bunny Lee, Dub, DVDs, Howie B., King Jammy, Lee »Scratch« Perry, Sly Dunbar, Vinyl
Die Welt trauert um einen der größten Künstler des 20. Jahrhunderts. Man mag von Michael Jackson halten, was man will: Tatsache ist, dass der King Of Pop durch aberwitzige Verkaufszahlen und sein exzentrisches Leben schon zu Lebzeiten zu einer Legende geworden ist. Sein Album »Thriller« ist das meistverkaufte Werk eines Musikers überhaupt. Mit dem zu diesem Album veröffentlichten Musikvideo revolutionierte er das Zeitalter des Videoclips. Sein Moonwalk zu dem Song »Billie Jean« machte ihn zudem auch als begnadeten Tänzer legendär. Gerüchten zufolge wurden die Proben im Staples Center in Los Angeles (wenige Tage vor seinem plötzlichen Tod) für die für Juli 2009 angesetzten Konzerte in London mitgeschnitten. Ob und wann diese zur Veröffentlichung kommen, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.
Der Name Klaus Voormann ist nicht nur eng verbunden mit der Geschichte der populären Musik. Als Grafikdesigner gestaltete er mehr als 100 Plattencover, allen voran das Cover der Beatles-LP »Revolver«, für das er 1968 mit einem Grammy ausgezeichnet wurde. Nun präsentiert der Bassist unter Beteiligung vieler namhafter Musiker bekannte Songs, an deren ursprünglicher Entstehung er mitgewirkt hat (Shop).
Dass die gute alte Schallplatte sich wieder wachsender Beliebtheit erfreut, ist hin und wieder selbst in der Tagespresse zu lesen. Und scheinbar hat nach Jahren des Abwinkens durch die Industrie (insbesondere der großen Konzerne) nun auch diese erkannt, dass Vinyl eine Renaissance erlebt und die Schallplattenliebhaber bedient werden möchten. Auf Seite 18 im aktuellen jpc-courier finden Sie nun die ersten 12 Titel einer neuen Serie von WARNER MUSIC unter dem Titel »Back To Vinyl« auf 180g schwerem Vinyl und liebevoll reproduziertem Original-Artwork. Diese Alben sind die europäischen Versionen der amerikanischen »Rhino«-Veröffentlichungen, hergestellt mit originalen Presswerkzeugen, die WARNER aus den USA zur Verfügung gestellt wurden, (mehr dazu). Fortsetzung folgt.
Geposted von Andreas Schulze am 24.7.2009
Schlagwörter: CDs, Highlights, Klaus Voormann, Michael Jackson, Pop/Rock, Vinyl
In letzter Zeit häufen sich Retouren und Beschwerden vorwiegend bei Vinyl. Der Grund hierfür liegt darin, dass offenbar falsche Angaben bezgl. des Labels gemacht werden, was gerade im Vinylbereich die Sammler "auf die Palme" bringt.
Als aktuelles Beispiel sei hier die neue Serie "Back To Vinyl" von WARNER MUSIC genannt. Die erste Staffel umfasst 12 Wiederveröffentlichungen auf 180 g schwerem Vinyl mit liebevoll reproduziertem Artwork. Diese wurden von WARNER MUSIC im PhonoNet unter dem Label Rhino angemeldet. (Zur Erklärung: Das PhonoNet ist eine Plattform für den elektronischen Datenaustausch der deutschen Musikbranche. Die dort hinterlegten Daten werden von uns übernommen und bilden einen erheblichen Anteil unseres Angebotskataloges.)
Als Händler müssen wir uns auf diese bereitgestellten Daten verlassen. Allerdings gibt es aber bei einer solch großen Datenmenge auch hin und wieder Fehler in der Produktanmeldung (falsche Preisangaben, falsche Inhaltsangaben, falsches Cover etc.).
Ein Beispiel: Unter den 12 Wiederveröffentlichungen ist z.B. der Titel "Moondance" von Van Morrison. Dieser wurde als Rhino-Pressung angemeldet und so auch von uns angeboten. Erst als Kunden retournierten, fiel auf, dass auf dem Labelaufdruck Warner und nicht Rhino steht. Daraufhin wurden die Angaben zu diesem Artikel von uns korrigiert, so dass nun Warner als Label genannt wird.
Auf diesen Umstand angesprochen, teilte uns WARNER MUSIC Germany Folgendes mit:
1. Alle 12 Titel wurden mit Originalpresswerkzeugen aus den USA in Deutschland hergestellt. Ein Qualitätsunterschied zwischen einer deutschen und einer amerikanischen Pressung könne daher nicht vorliegen.
2. Es gibt es in den USA eine zentrale Datenbank von WARNER. Diese wird von den Labels mit Daten versorgt. Auf diese Datenbank MÜSSEN alle nationalen Vermarkter (in diesem Falle WARNER MUSIC Germany) zurückgreifen. Steht dort also Rhino, wird dieses auch übernommen. Handlungsspielraum besteht nicht.
3. Rhino ist mitnichten ein eigenständiges Label, sondern gehört zu 100% der WARNER MUSIC GROUP und ist der Backkatalogauswerter der gesamten
Company und ihrer Labels.
In den USA wird diese Platte als Rhino-Pressung angeboten. Allerdings ist der Barcode (Strichcode) identisch mit der deutschen Pressung. Da wir bei jpc ausschließlich mit diesen Barcodes arbeiten, ist eine Order in Amerika von vornherein ausgeschlossen, da nicht sichergestellt ist, ob der Kunde dann auch tatsächlich diese US-Pressung erhält. Weiterhin ist zu sagen, dass wir einen Titel, der in Deutschland veröffentlicht wird, grundsätzlich nicht so ohne Weiteres aus Übersee bestellen und anbieten dürfen. Dieses wäre eine Rechtsverletzung gegenüber dem Repertoireinhaber, in diesem Falle WARNER MUSIC Germany.
Die 12 Titel aus der genannten Serie haben wir nun mit dem Label versehen, das auch auf dem Labelaufdruck genannt ist.
Ich hoffe, mit diesen Zeilen zumindest ein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben.
Geposted von Andreas Schulze am 21.7.2009
Schlagwörter: Intern, Labels, Vinyl, Warner Music
Die "Großen", namentlich auch jpc, steigen in den Vinylmarkt ein und nehmen kleinen Händlern die Luft. So steht es zumindest als Behauptung in einem Artikel auf derwesten.de, der die erfreulich steigenden Absatzzahlen im Vinylbereich thematisiert.
Diese Behauptung ist natürlich zumindest im Bezug auf uns ziemlich grotesk. Allein unsere Firmierung, die wir ja nicht erst seit gestern tragen, sollte Hinweis genug darauf sein, dass wir uns schon lange mit dem Thema Vinyl beschäftigen. Nicht umsonst tragen wir mit Stolz den etwas sperrigen Namen "jpc-schallplatten Versandhandelsgesellschaft mbH". Tatsächlich haben unsere Firmengründer schon 1970 angefangen, Schallplatten vom sprichwörtlichen Tapeziertisch aus zu verkaufen. Das Unternehmen dazu mit dem Namen jpc (Jazz, Pop, Classic) wurde dann 1973 gegründet. Seitdem gehörten Schallplatten immer zu unserem Sortiment. Nachfragebedingt natürlich mal mehr und mal weniger. Uns aber jetzt zu unterstellen, wir würden mit unseren Vinyl-Aktivitäten auf einen fahrenden Zug aufspringen und damit etablierten Händlern Probleme bereiten, kratzt daher schon ein wenig an unserer Ehre.
