Wir hatten das Thema vor fast zwei Jahren schon einmal aufgegriffen. Durch die weitere Verbreitung der Blu-ray-Player nachdem der Formatkrieg entschieden wurde, wird das Thema jedoch aktuell immer häufiger nachgefragt: Warum unterscheiden sich die Spielzeiten der Filme auf Blu-ray Discs von denen auf DVD? Kurz gesagt – es sind die angezeigten Bilder pro Sekunde, die für einen Laufzeitunterschied von 4 % sorgen. Die ausführliche Erklärung finden Sie im oben verlinkten Beitrag.

Man kennt sie ja, die kleinen Bonusprogramme, die manchmal noch zusätzlich zur erworbenen Musik auf CDs gebrannt werden. Über seinen PC hat man dann Zugriff auf zusätzliche Features, Videos, Zutritt zu geschlossenen Bereichen in Künster-Websites oder man kann mehr oder weniger interessante Spiele spielen. Man sollte meinen, das wäre eine Entwicklung, die aufgrund der Datenmenge auch erst mit der CD möglich geworden wäre.

Tatsächlich berichtet Adam Kempa in seinem nicht mehr ganz neuen Blogbeitrag "Vinyl Data" (englisch) über eine handvoll Vinyl-Veröffentlichungen in den späten Siebzigern und frühen Achtzigern, die Computerprogramme als Teil der Audio-Informationen enthielten. Die Besitzer dieser Platten mussten dann den entsprechenden Bereich abspielen und auf Band (Musikkassette) mitschneiden. Diese Kassette wurde dann in den damals sehr populären Home-Computer Sinclair ZX Spectrum geladen, wo die Programme dann ablaufen konnten.

Es handelte sich oftmals nur um zusätzliche Informationen zur Band oder um Tracklistings. Adam berichtet aber auch von Lyrics mit grafischer Visualisierung und selbst von Spielen, die auf diesem Weg auf die Rechner der Vinylfreunde gelangten. Solche und mehr Beispiele mit Abbildungen finden sich in dem verlinkten Beitrag.

Über Emulationsprogramme und die Downloads der gespeicherten Daten kann man auch heute noch in den Genuss dieser frühzeitigen Bonusprogramme kommen, auch wenn gerade keines dieser Vinylexemplare im heimischen Plattenschrank stehen sollte. Oder hat eventuell einer der Leser schon Erfahrungen mit dieser mir bisher unbekannten Technik sammeln können?

via Hessis Weblog

Gute Nachrichten für die Freunde der SACD: Die aktuelle Ausgabe des Magazins STEREO meldet, dass Pioneer im Oktober einen Blu-ray-Player auf den Markt bringen will, der auch SACDs abspielen kann. Der Verkaufspreis soll zwischen 2000 und 2500 EUR liegen.

Für das kommende Jahr planen auch Denon und Marantz Player, die sowohl Blu-ray- als auch SACD-tauglich sind.

Erfahrungsgemäß werden die Preise für diese Geräte, wie in der Branche üblich, im Laufe der Zeit moderater werden. Man erinnere sich nur an den ersten Alleskönner von Pioneer, der bei Markteinführung um 3000 DM kostete und dessen derzeitiger Nachfolger heute bei 178,00 EUR liegt.

Eine Klangaufnahme aus dem Jahr 1860 ist die älteste Tonaufnahme der Welt und somit 20 Jahre älter als alle bisher bekannten Aufnahmen. Einen Artikel dazu und eine Hörprobe gibt es beim Spiegel.

Wie bei anderen audiophilen Formaten auch, taucht die Frage nach der Technik und der Verwendbarkeit von HDCDs immer wieder auf. Jan Sieveking von Sieveking Sound hat uns nun eine ausführliche Erklärung zu diesem audiophilen Format zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

HDCD – Was ist das?

HDCD steht für High Definition Compatible Digital. Es handelt sich hierbei um einen speziellen Encodierungs- und Decodierungsprozess für CDs, der von »Prof.« Keith Johnson (heute durch seine Arbeit für das Label Reference Recordings bekannt) und Michael Pflaumer entwickelt wurde. Die beiden gründeten 1995 die Technologiefirma Pacific Microsonics, lizenzierten die HDCD-Technologie und verkauften die entsprechenden Encoder an Tonstudios. Im Jahr 2000 wurde die Firma mitsamt aller Patente an Microsoft verkauft. Seitdem nimmt die Anzahl an Neuerscheinungen mit HDCD-Codierung beständig ab.

Eine HDCD enthält zusätzlich zu den Daten einer normalen CD noch weitere Musikinformationen, die zusätzliche 4 bit- bzw. bei neueren Produktionen 8 bit-Wortlänge enthalten. Bei der Wiedergabe entdeckt der HDCD-Decoder anhand einer bestimmten Struktur des letzten Bits im Audiosignal, dass Zusatzinformationen vorhanden sind und kann diese nutzen. Hieraus ergibt sich u.a. ein größerer Dynamikumfang, als er für die Wiedergabe mit einer CD nach dem Red-Book-Standard möglich wäre. Vereinfacht könnte man sagen: Im digitalen Grundrauschen der CD ist noch zusätzliche Musikinformation versteckt. Ist kein HDCD-Decoder vorhanden, wird die CD wie jede andere auch abgespielt. Eine HDCD ist also rückwärtskompatibel und somit auf jedem CD- oder DVD-Spieler abspielbar.

Wiedergabegeräte, die HDCDs decodieren können, haben typischerweise hierfür eine Lampe auf der Frontblende oder als Teil ihres Displays. Diverse externe D/A-Wandler und viele Heimkinoreceiver können das HDCD-Signal verarbeiten und zeigen dies dann ebenfalls an. Die Wiedergabesoftware „Windows Media Player" der Firma Microsoft kann ab Version 9 HDCD-Titel decodieren falls eine entsprechende Soundkarte im PC vorhanden ist.

Im Jahr 2008 gibt es geschätzte 3000 Titel mit HDCD-Codierung als Neuware zu erwerben. Leider ist die Disc jedoch nicht immer mit dem entsprechenden Logo gekennzeichnet. In China gibt es zahllose Fälschungen, bei denen zwar das Logo auf der Verpackung ist, jedoch keine Codierung vorgenommen wurde.

Eine besondere Marktnische bei den HDCDs nehmen Hybrid-SACDs ein, die neben der SACD-Spur noch eine CD-Spur mit zusätzlicher HDCD-Codierung enthalten. Solche werden z.B. vom Label First Impression Music angeboten. Auch diese sind auf jedem CD- oder DVD-Spieler abspielbar.

Kaum ist der Formatkrieg zwischen HD DVD und Blu-ray beendet, kommt Bewegung in den Markt: Der Focus berichtet in seinem Cebit-Special von einem anstehenden Preisrutsch beim designierten Gewinner des Wettstreits.