Dauerbeschallung entwertet die Musik. Dieser Meinung ist zumindest Edo Reents, seines Zeichens Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Allgegenwart von konsumierbarer Musik schreibt er in seinem Feuilleton-Beitrag der Erfindung des iPhones zu und überspringt dabei gleich mal ein paar Generationen von portablen Abspielgeräten vom Walkman über verschiedenste MP3-Player bis zu den aktuellen iPods und natürlich auch dem iPhone in seiner heutigen Ausprägung.
Ist es wirklich so? Fehlt den Menschen die Wertschätzung für Musik? Und wenn: Ist nur die ständige Verfügbarkeit von Musik dafür verantwortlich, dass Mancher sie nicht mehr wertschätzen kann? Oder ist es mangelnde Wertschätzung durch den Konsumenten, die ihn erst veranlasst, sich mit mehr oder weniger seichter Musik berieseln zu lassen? Aber war es dann wirklich erst die Einführung der tragbaren Abspielgeräte oder nahm das Unheil nicht schon mit der Erfindung der Tonträger seinen Lauf? Davor war der Aufwand für den Musikgenuss schließlich ungleich höher. Und was wird es in Zukunft geben, das uns an die guten alten Zeiten des iPods zurückerinnern lässt?
Für Edo Reents gibt es aber auf jeden Fall einen Tipp, der ihm gegen die Dauerbeschallung helfen könnte: Einfach mal abschalten.
Geposted von Andreas Schulze am 25.1.2010
Schlagwörter: Presse
Wie musikexpress berichtet, erhielt Paul McCartney auf sein Angebot, die Bassistenrolle in der Superband Them Crooked Vultures zu übernehmen, eine Absage von Dave Grohl. Gibt dem Ex-Nirvana-Drummer und Foo-Fighters-Frontmann Grohl der Erfolg recht oder hätte daraus noch mehr oder weniger oder nur etwas anderes werden können? Wir werden es nie erfahren. Fest steht nur, dass auch ohne McCartney ein phänomenales Album entstanden ist.
Geposted von Andreas Schulze am 20.1.2010
Schlagwörter: Dave Grohl, Paul McCartney, Pop/Rock, Presse, Them Crooked Vultures
Auf Zeit Online beleuchtet Kolja Reichert unter dem Titel "So geht Gewinnmaximierung" das Konzertgeschäft und die Auswirkungen auf die gesamte Musikbranche und die Künstler. Große Verschiebungen von Plattenfirmen zu Konzertveranstaltern sind seit einigen Jahren in der Branche zu verzeichnen. Doch wie stellt sich das für die Künstler dar, die bis auf Ausnahmen auch dort nichts erwirtschaften können? Und wohin zeigt diese Entwicklung?
Ein notwendiger Bestandteil der täglichen Arbeit etlicher Kollegen hier im Haus ist das Lesen von Presseinfos der Plattenfirmen und Musikpromoter, auch Waschzettel genannt. Was sich in diesen Waschzetteln an Superlativen und Plattitüden tummelt, ist nur anfänglich amüsant, wird jedoch schnell nervig, insbesondere wegen des oft völligen Abhandenseins von Informationen.
Dass wir damit nicht allein stehen, zeigt ein Artikel von Carsten Klook, offensichtlich ebenso leidgeprüfter Redakteur bei Zeit Online. Ich kann nur hoffen, dass Sie nach der Lektüre seines wohlformulierten Beitrags zum Musiksprech etwas Mitleid für meine Kollegen und die vielen vielen Musikjournalisten da draußen haben.
Bereits 2003 veröffentlichte der Rolling Stone seine von Kritikern erstellte Liste der besten Alben aller Zeiten. Nun ist das schon wieder eine ganze Weile her; die Zeit rüttelt aber nicht am Bestand der Liste. Wohl gibt es aber auch aktuell noch reichlich Diskussionen über Inhalt und Platzierung einzelner Musiker/Bands mit ihren Alben.
Geposted von Andreas Schulze am 9.12.2009
Schlagwörter: Presse, Rezensionen, Rolling Stone
Das Mastermind der Black Eyes Peas, Will.I.am, äußert sich in einem Interview mit Spiegel Online zur Zukunft der Musikindustrie und erklärt, warum auch weiterhin die Zukunft der Entwicklungen bei den Plattenfirmen liegen wird.
Geposted von Andreas Schulze am 7.12.2009
Schlagwörter: Black Eyes Peas, Presse, Will.I.am
