Nach der Da Ponte-Trilogie und den beiden Opere serie ist Rene Jacobs nun bei Mozarts populärster Oper »Die Zauberflöte« angekommen und macht aus diesem Klassiker ein neu- und einzigartiges Hörerlebnis. So lebendig und aufregend hat man dieses Stück wohl noch nie gehört. Als »großes Hörspiel mit Musik« bezeichnet der Rezensent des aktuellen »Rondo« diese Interpretation und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Rene Jacobs kürzt keine Dialoge (in vielen Produktionen gang und gäbe), vielmehr untermalt er sie mit Musik und kommt der Schikanederschen Intention so nahe wie kaum jemand zuvor. Hervorragende Sänger und die bewährte Akademie für Alte Musik Berlin folgen dem Dirigenten kompromisslos. Hier ist eine neue Referenz entstanden.
Der Dirigent Kristjan Järvi startet seine Zusammenarbeit mit Sony Classical mit einer Pärt-Premiere: Neben der Einspielung der dritten Symphonie und den »Cantique des degres« erklingt Pärts »Stabat Mater« in einer neuen Version für Chor mit Orchester.
Geposted von Norbert Richter am 16.9.2010
Schlagwörter: Arvo Pärt, CDs, Classic, Highlights, Kristjan Järvi, Mozart, René Jacobs, Zauberflöte
Die Münchner Plattenfirma ECM wird in diesen Tagen 40 Jahre alt. Berühmt geworden ist das Label insbesondere durch das »Köln Concert« von Keith Jarrett und »Officium« mit dem Hilliard Ensemble und Jan Garbarek (diese CDs haben längst Schallplattengeschichte geschrieben), aber auch Aufahmen von Werken des seinerzeit völlig unbekannten Komponisten Arvo Pärt gehören zu den Pioniertaten dieses außergewöhnlichen Labels. ECM lässt uns an seinem Jubiläum teilhaben, indem viele Titel zeitlich limitiert im Preis gesenkt wurden. Auf Seite 61 im aktuellen courier finden Sie die ersten 15 Klassik-Highlights, im nächsten courier wird es eine zweite Staffel geben. Auch ein Blick in den Jazzteil lohnt sich, hier gibt es weitere Meilensteine mit Keith Jarrett, Jan Garbarek, Pat Metheny, Chick Correa und Co. zum Angebotspreis. Eine komplette Titelübersicht gibt es im Internet unter www.jpc.de/ecm.
Ihre neue CD widmet Sol Gabetta drei Meistern der Klassik: Neben Joseph Haydns Cellokonzert C-Dur und dem bisher kaum bekannten Cellokonzert D-Dur von Leopold Hofmann gibt es als Besonderheit ein Cellokonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Hier handelt es sich nicht um ein wiederentdecktes Originalwerk, sondern um die Bearbeitung des Flötenkonzerts KV 314. Das Arrangement stammt von George Szell und Sol Gabetta. Die ersten 200 Exemplare ihrer soeben bei RCA erschienenen CD hat Sol Gabetta exklusiv für jpc signiert (Shop).
Unsere zweite Umschlagseite des couriers steht ganz im Zeichen der Oper. Das Label Decca hat sämtliche Mozart-Opern der damaligen Philips-Edition in einer 44-CD-Box vereint (Shop). Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1971–1990. Sänger/innen wie Jessye Norman, Kiri te Kanawa, Montserrat Caballe oder Peter Schreier sowie die Dirigenten Leopold Hager, Colin Davis und Neville Marriner garantieren zeitlose Qualität. Decca bringt ebenfalls die kompletten Esterhaza-Opern Joseph Haydns in einer preiswerten Box heraus (Shop). Der Dirigent Antal Dorati nahm in den Jahren 1975–1980 diese selten zu hörenden Werke für Philips auf. Die Wiederveröffentlichung ist ein bedeutender Beitrag zum Haydn-Jahr.
Geposted von Norbert Richter am 21.8.2009
Schlagwörter: Antal Dorati, CDs, Classic, Decca, ECM, Highlights, Mozart, Sol Gabetta
Dass auch in der klassischen Musik CDs mit eher kuriosen Themen existieren, ist seit Florence Foster-Jenkins hinlänglich bekannt. Mit der Veröffentlichung der CD »Les Urnes de l'Opera« (Shop) fügt EMI Classics diesem Bereich ein neues Highlight hinzu. Im Jahr 1907 ließ Alfred Clarke, Gründer und Präsident der »Gramophone Company« und späterer Chef der EMI (»Electric and Musical Industries«) 24 Schellack-Platten in den Kellern der Pariser Oper einmauern. Auf diesem Wege wollte er die besten musikalischen Leistungen der damaligen Zeit dokumentieren und konservieren. Genau 100 Jahre später – so die Verfügung Alfred Clarkes – sollten die Archive geöffnet werden. Genauso geschah es dann auch. Nach sorgfältiger technischer Überarbeitung gibt es die Dokumente nun in einem 3-CDSet. Zu Gehör kommen u. a. die Sänger Enrico Caruso, Marguerite Merentie, Luisa Tetrazzini, Fedor Schaljapin, aber auch Pianisten wie Jan Ignace Paderewski.
Bereits mit 16 Jahren gab die Pianistin Alice Sara Ott ihr CD-Debüt mit Werken von Franz Liszt. Gut fünf Jahre später ist es wieder die Musik von Franz Liszt, die auf ihrer neuen CD erklingt. Mit den »12 Etudes d’execution transcendante« (Alice Sara Ott) hat sie sich für ein höllisch schweres Repertoire entschieden, und es ist faszinierend, wie sie den Zyklus nicht nur technisch bravourös meistert. Der Pianistin steht zweifelsohne eine große Karriere bevor. Den Grundstein hat sie mit dieser bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft erschienenen CD eindrucksvoll gelegt.
Das Label Teldec hat sein Archiv geöffnet und zehn hochkarätige Operneinspielungen unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt wieder auf den Markt gebracht. Neben den großen Werken Mozarts von der »Entführung« (Shop) bis zur »Zauberflöte« (Shop) kann man sich nun auch wieder über die 1996 aufgenommene und selten zu hörende »Genoveva« (Shop) von Robert Schumann freuen. Ein weiterer Quell der Freude ist der sensationelle Preis dieser Edition. Alle Details dazu gibt es auf Seite 49 im aktuellen jpc-courier.
Geposted von Norbert Richter am 26.6.2009
Schlagwörter: Alice Sara Ott, CDs, Classic, Florence Foster-Jenkins, Highlights, Mozart, Nikolaus Harnoncourt, Schumann
René Jacobs setzt mit der Einspielung des »Idomeneo« (Shop) seinen Zyklus mit Mozart-Opern bei harmonia mundi france fort. Für den Rezensenten in der aktuellen Ausgabe der »stereoplay« ist diese Interpretation der »Maßstab, der wohl so schnell nicht mehr überboten werden kann und wird.« Die hochkarätige Besetzung erfüllt allerhöchste Ansprüche. Ebenso prachtvoll wie die Einspielung ist die Ausstattung dieser rundum gelungenen Produktion. Neben einem üppigen Booklet enthält die beiliegende DVD eine interessante Dokumentation zur Geschichte dieser Oper. Die bereits erschienenen Mozart-Opern unter René Jacobs sind momentan zum Sonderpreis erhältlich, alle Titel dieser Edition finden Sie auf der zweiten Umschlagseite im aktuellen jpc-courier.
Anfang Juni trifft unser neuer jpc-Klassik-Katalog 2009/2010 ein. Auf 480 Seiten verzeichnet er über 31.000 Klassik-CDs, SACDs, XRCDs, LPs, DVDs und Blu-ray Discs – wie immer mit umfangreichen Details zu Interpreten, Aufnahmejahren, technischen Angaben bei DVDs, Blu-rays und SACDs. Natürlich fehlen Pressestimmen zu besonders empfehlenswerten Produktionen nicht. Bestellen können Sie den Katalog zum Preis von 3,80 Euro (Shop). Auch die Freunde des Jazz können sich über einen aktuellen Katalog zum gleichen Preis freuen (Shop). Auf 378 Seiten gibt es Infos zu ca. 20.000 Jazz-CDs, SACDs, XRCDs, LPs und DVDs.
Evgeny Kissin und Kate Royal, beide Künstler von EMI Classics, haben ihre neuen CDs exklusiv für jpc signiert. Kissin widmet sich den Klavierkonzerten Nr. 2 und 3 von Serge Prokofieff, die er gemeinsam mit dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy fulminant eingespielt hat. Die Times lobt Kissins »unangreifbare Technik«, der Evening Standard die »Schönheit, Poesie und Tiefe seines Spiels«, die »atemberaubende Gewandtheit in den virtuosen Passagen«. Das neue Album von Kate Royal erscheint unter dem Titel »Midsummer Night« und vereint Opernarien aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Dvorak bis Barber.
Geposted von Norbert Richter am 22.5.2009
Schlagwörter: CDs, Classic, Evgeny Kissin, Highlights, Kataloge, Kate Royal, Mozart, René Jacobs
Im 12er Courier präsentierten wir Ihnen Helmut Schmidt als Bach-Pianisten auf einer 1984 bei der DG enstandenen CD-Aufnahme. Dort war er einer von vier Solisten im Konzert für vier Klaviere BWV 1065. Seine Schallplattenpremiere als Pianist feierte Helmut Schmidt allerdings drei Jahre zuvor, als er gemeinsam mit Justus Frantz und Christoph Eschenbach Mozarts Konzert KV 242 für drei Klaviere und Orchester aufnahm. Als die Platte veröffentlicht wurde, war Helmut Schmidt zwar gerade als Kanzler von Helmut Kohl per Misstrauensvotum abgelöst worden, dem Erfolg der Einspielung schadete diese Tatsache aber nicht. Der 90. Geburtstag Helmut Schmidts ist der EMI Classics Anlass genug, dieses nicht alltägliche Dokument wieder zu veröffentlichen (Shop).
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen sogenannte Reproduktionsklaviere auf den Markt, die es ermöglichten, das Spiel eines Pianisten mit allen Nuancen (Tempo, Dynamik, Pedalgebrauch etc.) festzuhalten. Aufgezeichnet wurde dies alles mit Hilfe von Klavierrollen. Mit Einführung des Grammophons kam die Technik schnell aus der Mode, eine Menge Rollen blieben aber erhalten. Das Label Dal Segno hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses bedeutende Tonmaterial (u. a. mit Gustav Mahler und Claude Debussy als Pianisten) wieder hörbar zu machen. Die Rollen werden auf modernen Klavieren abgespielt und digital aufgenommen, was eine hervorragende Klangqualität zur Folge hat. Auf Seite 66 im aktuellen jpc-courier finden Sie eine Auswahl dieser Aufnahmen (momentan zum Sonderpreis), im Internet gibt es die komplette Serie unter www.jpc.de/dalsegno.
Wer noch ein originelles Geschenk sucht, dem sei das soeben erschienene musikalische Spiel »Musical Instruments« empfohlen (Shop). Das Memory-Spiel mit 30 Bilderpaaren mit Ausschnitten aus bekannten Gemälden zum Thema Musikinstrumente kann man entweder ganz klassisch oder in Verbindung mit der beiliegenden CD spielen, auf der alle 30 Instrumente klingend präsentiert werden. Im liebevoll gestalteten und reich bebilderten Booklet werden die Instrumente erklärt.
Geposted von Norbert Richter am 8.12.2008
Schlagwörter: CDs, Classic, Helmut Schmidt, Highlights, Mozart
Ein einziges Mal traten Joan Sutherland und Fritz Wunderlich gemeinsam auf, und zwar in Händels Oper »Alcina«, die am 15. Mai 1959 vom WDR aufgenommen wurde. Dabei war die Besetzung so eigentlich gar nicht geplant, aber die ursprünglich vorgesehenen Sänger erfüllten die Ansprüche nicht und wurden fünf Tage vor der Aufführung entlassen. Im Crashkurs eigneten sich Sutherland und Wunderlich ihre Rollen an und harmonierten so gut mit dem übrigen Ensemble, als wären sie seit langem aufeinander eingespielt. Eine weitere Besonderheit dieser einzigartigen Aufnahme stellt das Orchester dar: Die Cappella Coloniensis begleitete damals als weltweit erstes Ensemble, das konsequent im Sinne der Historischen Aufführungspraxis musizierte. Die DGG bringt die Aufnahme nun als Auftakt zum Händel-Jahr auf CD heraus und macht damit ein in vielerlei Hinsicht wertvolles Dokument wieder zugänglich (siehe Seite 54 im aktuellen jpc-courier und im Shop).
Im Jahr 1985 veröffentlichte die DGG eine Einspielung mit Klavierkonzerten Bachs. Neben Christoph Eschenbach, Justus Franz und Gerhard Oppitz war auch Helmut Schmidt als Pianist an der Aufnahme beteiligt, die den 300. Geburtstag Johann Sebastian Bachs würdigen sollte. Den 90. Geburtstag Helmut Schmidts nimmt die DGG wiederum zum Anlass, einen bedeutenden Staatsmann zu ehren. Neben der CD enthält das Set die Dokumentation »Helmut Schmidt außer Dienst«, in der Sandra Maischberger den Altkanzler und seine Frau einfühlsam porträtiert (Shop).
Nach ihrem sensationellen, bei Virgin Classics erschienenen CD-Debut mit Arien von Mozart, Salieri und Righini widmet sich Diana Damrau auf ihrer neuen CD nun ganz Wolfgang Amadeus Mozart. In Konzert- und Opernarien stellt die Sängerin, der die internationale Presse sogar bescheinigte, die »weltbeste Koloratursopranistin« zu sein, erneut ihr außerordentliches Können unter Beweis. Begleitet wird sie, wie schon auf ihrer ersten CD, vom Ensemble Le Cercle de l’Harmonie unter Jeremie Rhorer. Die ersten 200 CDs hat Diana Damrau exklusiv für jpc signiert (Shop).
Geposted von Norbert Richter am 13.11.2008
Schlagwörter: Bach, CDs, Classic, Diana Damrau, Fritz Wunderlich, Händel, Helmut Schmidt, Joan Sutherland, Mozart

