Nach seinem großen Erfolg mit Lautenliedern von John Dowland, die er gemeinsam mit Sting einspielte, legt Edin Karamazov nun ein neues Album bei Decca vor. Unter dem Titel »The Lute Is A Song« (Shop) erklingt eine äußerst facettenreiche Musik von Bachs berühmter Toccata und Fuge als Lautenstück über Arien von Händel und Purcell bis hin zu zeitgenössischer Musik. Die Gesangsparts auf der CD übernehmen Renee Fleming, Andreas Scholl und Sting. Die ersten 200 Exemplare hat Edin Karamazov exklusiv für jpc signiert.
Gut ein Jahr ist es her, dass sich das Blu-ray-Format gegen die konkurrierende HD-DVD durchgesetzt hat. Mittlerweile haben sich auch einige Klassik-Labels mit dieser überragenden Technik angefreundet und veröffentlichen vermehrt Blu-ray-Discs. Eines der weltweit führenden Labels in diesem Segment ist OpusArte. Hochkarätig besetzte Opern aus den großen Opernhäusern dieser Welt kommen dank der außerordentlichen neuen Technik nun auch visuell bestens zur Geltung. Auf Seite 53 im aktuellen jpc-courier finden Sie 17 Titel zum Sonderpreis, darunter Händels »Julius Caesar« (Shop) in einer sensationellen Besetzung. Die Fa. Naxos (Deutschland-Vertrieb für OpusArte) hat uns netterweise ein Kontingent des Samplers »The Blu-ray Experience« zur Verfügung gestellt, den jeder Besteller einer OpusArte Blu-ray Disc gratis erhält, solange der Vorrat reicht.
Wer über die Anschaffung eines Blu-ray-Players nachdenkt, sollte einen Blick auf Seite 82 dieses Heftes werfen. Dort stellen wir mit dem Panasonic DMP-BD60EG-K einen hochwertigen und dennoch preiswerten Player vor. Neben einer überragenden Bildqualität verfügt er über eine »1080p-Upscal«-Funktion, mit der herkömmliche DVDs mit nahezu Full-HD Qualität wiedergegeben werden. Selbstverständlich ist das Gerät auch zum Abspielen von CDs geeignet. Eine reiche Multimedia-Ausstattung rundet das positive Bild dieses Blu-ray Players ab.
Geposted von Norbert Richter am 23.4.2009
Tags: Andreas Scholl, Blu-ray, CDs, Classic, Händel, Highlights, John Dowland, Renee Fleming, Sting, Technik
Die Händel-Festspiele anlässlich des 250. Todestages des Komponisten sind eröffnet. Selten hat das Jubiläum eines Komponisten zu dermaßen vielen Neu- und Wiederveröffentlichungen geführt wie bei G. F. Händel. Neben diversen Boxen wie die 30 CDs umfassende Werkschau von Decca und die bei Virgin erschienene Box mit sechs Opern-Gesamteinspielungen, sind gleich drei hochkarätig besetzte Opern neu aufgenommen worden. Der Händel-Spezialist Alan Curtis hat mit seinem Ensemble »Il Complesso Barocco« die Opern »Ezio« (Shop) und »Alcina« (Shop) für die Deutsche Grammophon Gesellschaft eingespielt, Virgin Classics schließt endlich eine empfindliche Kataloglücke mit der bestens besetzten Aufnahme (Philippe Jaroussky u. a.) der sehr selten zu hörenden Oper »Faramondo« (Shop).
Auch Rolando Villazon hat den Komponisten Händel für sich entdeckt. Auf seiner neuen CD (Shop) demonstriert er in 14 Tenor- und (transponierten) Kastraten-Arien eindrucksvoll, warum Händel ein Opernkomponist par excellence war. Beste Unterstützung erfährt er dabei von Paul McCreesh und seinen Gabrieli Players. Zu kaufen gibt es das Album in zwei Versionen, die Deluxe-Ausgabe (Shop) enthält zusätzlich eine DVD mit drei Arien sowie Interviews mit Rolando Villazon und Paul McCreesh.
Spätestens seit seinem Auftritt als »Sänger des Jahres« im Rahmen des Echo Klassik 2008 ist der Countertenor Philippe Jaroussky nicht nur Insidern bekannt. Konzentrierte er sich bislang eher auf barockes Repertoire, überrascht er mit seiner neuen, bei Virgin Classics erschienenen CD »Opium« (Shop) mit Liedern der französischen Belle Epoque von Hahn, Massenet, Chausson, Debussy und anderen Komponisten der vorletzten Jahrhunderwende. Mit Renaud und Gautier Capucon, Emmanuel Pahud sowie Jerome Ducros stehen ihm prominente Mitstreiter zur Seite.
Die ersten 200 Exemplare ihrer Einspielung sämtlicher Händel-Suiten für Klavier (Shop) hat Ragna Schirmer exklusiv für jpc signiert.Weitere Infos zu dieser neue Maßstäbe setzenden Interpretation finden Sie auf Seite 63 im aktuellen jpc-courier.
Geposted von Norbert Richter am 26.3.2009
Tags: Alan Curtis, Classic, Händel, Highlights, Il Complesso Barocco, Paul McCreesh, Philippe Jaroussky, Ragna Schirmer, Rolando Villazón
Johann Strauss – wiederentdeckt
»Der neuen Partitur lässt sich viel Gutes nachrühmen. Sie waltet nicht bloß so freigebig mit anmuthigen Melodien, sie schmiegt sich auch mit lobenswerther Treue und Feinheit dem Worte und der Situation an. Und wie schön klingt sein Orchester!« So stand es 1880 in der Wiener Presse nach der Uraufführung von Johann Strauss’ siebter Operette »Das Spitzentuch der Königin«. Durch den Walzer »Rosen aus dem Süden« sind die Melodien dieses fast vergessenen Werkes auch uns noch geläufig. Dabei ist es ein Meisterwerk und hat durchaus eine Renaissance verdient. Wie auch andere Operetten des Walzerkönigs neben der Fledermaus.
In Wien entsteht gerade die »Neue Johann Strauss Gesamtausgabe« mit vorbildlichen kritischen Editionen, die Staatsoperette Dresden produziert ausgewählte Werke daraus auf der Bühne, und cpo nimmt das Ganze für CD auf: Freuen Sie sich schon auf den »Carneval in Rom« und »Prinz Methusalem«.
- Johann Strauss II (1825–1899)
- Das Spitzentuch der Königin
- Stefanoff, Glatte, Kottmair, Simon, Liske, Brachmann, Gnauck, Chor und Orchester der Staatsoperette Dresden, Ernst Theis
- 2 CDs (Shop)
Korstick spielt Reger und Busoni
»Das Werk ist sehr schwer … Es ist sozusagen eine Art Brahms d-moll Konzert ins Moderne übertragen«, schrieb Reger. Und genau wie das Brahms Konzert erlebte Regers Opus ein Fiasko: »eine neue Fehlgeburt der in Inzucht verkommenen Reger-Muse, nur im ersten Satz halbwegs erfunden, im übrigen schematisch er-Regert« – das ist so boshaft wie sprachlich gewitzt. Für den Komponisten war es allerdings eine herbe Enttäuschung: »Die Tonsprache ist zu herb und ernst, da muss sich das Publikum erst daran gewöhnen«. Leider hat sich das Publikum bis heute nicht daran gewöhnt, vielleicht aber auch, weil es ihm so gut wie nie angeboten wird: Pianisten machen einen weiten Bogen um das als »Schinken« verrufene Konzert. Diese Werk-Malaise muss einen Pianisten wie Michael Korstick herausfordern und mit intellektueller Grazie stellt er sich dem Feind – und gewinnt. Absolut aufregend!
- Max Reger (1873–1916)
- Klavierkonzert op. 114
- Bach/Busoni
- Klavierkonzert nach BWV 1052
- Michael Korstick, RO München, Ulf Schirmer
- CD (Shop)
Ein Erbe Carl Nielsens
Simonsen war zu Lebzeiten eine der bekanntesten Persönlichkeiten des dänischen Musiklebens – und das nicht nur als Komponist, sondern auch als Pianist, Lehrer, Administrator, Dozent und Autor. Er gehörte zu der Generation nach Carl Nielsen, die unter vollen Segeln fahren konnte, weil ihr Nielsen den Weg gewiesen hatte. Simonsen war ein außerordentlicher Idealist und von seltenster humanistischer Bildung: So beherrschte er fließend Griechisch, Lateinisch und Hebräisch. Er entstammte der jüdischen Mittelschicht Kopenhagens, und wenn er auch vom orthodoxen Judentum weit entfernt war, so fühlte er sich doch in kultureller Hinsicht mit der jüdischen Geschichte verbunden.
Seiner ersten Sinfonie, die übrigens 1920 von Carl Nielsen in Göteborg uraufgeführt wurde, gab er denn auch den programmatischen Titel »Zion«. Zum ersten Mal hat hier ein jüdischer Komponist in Dänemark ein Werk geschrieben, das sich ganz direkt mit der jüdischen Kultur auseinandersetzt.
- Rudolph Simonsen (1889–1947)
- Symphonien Nr. 1 & 2; Ouvertüre g-moll
- Sønderjyllands SO, Israel Yinon
- CD (Shop)
Fescas Flötenquartette
Selber ein exquisit ausgebildeter Geiger, wundert es nicht, dass vor allem seine meisterlich gearbeiteten Streichquartette früh den guten Ruf von Fesca als Komponist festigten. Aber die Qualität und das Originelle der Streichquartette findet sich durchaus auch in seinen Flötenquartetten wieder. Die viersätzigen Werke sind von großer formaler und konzeptioneller Einheitlichkeit. Die Schönheit liegt nicht in hervorstechenden Einzelheiten oder einprägsamen Melodien. Fescas Personalstil offenbart vielmehr kleine Abweichungen von der Norm vorgegebener Strukturen, vereint mit einem feinen Sinn für die Integrationsfähigkeit des klassischen vierstimmigen Satzes. Drei von den vier Quartetten werden hier frisch und mitreißend interpretiert von dem Linos Ensemble, von dem wir auf cpo bereits die wunderbaren Einspielungen der Septette von Alexander Fesca, dem Sohn von Friedrich Ernst Fesca, kennen.
- Friedrich Ernst Fesca (1685–1759)
- Flötenquartette op. 37, 38, 40
- Linos Ensemble
- CD (Shop)
Selles Auferstehungshistorie
Unter dem Titel Opera omnia hinterließ der aus Sachsen stammende Selle der Stadt Hamburg mit seinem gesamten musikalischen Nachlass handschriftliche Abschriften von den meisten seiner geistlichen Werke, die auch in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg aufbewahrt werden. Selle, der seine Ausbildung in Leipzig absolvierte, war ab 1641 u. a. Musikdirektor der vier Hauptkirchen Hamburgs und schuf für die Feste des Kirchenjahres eine bedeutende Reihe von musikalischen Historien sowie Vertonungen des Passionsberichtes im Johannesevangelium. Bei den hier eingespielten geistlichen Werken für Ostern wird deutlich erkennbar, das für Selle die klangfarbliche Facette ein ähnlich großes Gewicht wie deren melodische harmonische oder kontrapunktische Gestaltung hatte. Bei der Auferstehungshistorie setzt Selle auf eine affektbetonte Textausdeutung, was sein Interesse an einer moderneren, dramatischen Gestaltungsweise erkennen lässt.
- Thomas Selle (1599–1663)
- Historia der Auferstehung; Geistliche Konzerte & Motetten zum Osterfest
- Weser-Renaissance, Manfred Cordes
- CD (Shop)
Mendelssohns »Israel in Ägypten«
Mit kaum einem anderen Werk des 18. Jahrhunderts hat Mendelssohn sich während seiner Dirigentenkarriere so häufig auseinandergesetzt wie mit Händels Oratorium »Israel in Egpyten«. Als großer Verehrer Händels brachte er dann das Werk beim Niederrheinischen Musikfest am 26. Mai 1833 in Düsseldorf erfolgreich wieder zur Aufführung – und weitere sollten folgen. Die Partitur des Werkes hatte Mendelssohn in London entdeckt und seine kritische Überprüfung der verfügbaren Editionen anhand dieser Originalquellen zeichnete seine Aufführung aus. So fand bei der Düsseldorfer-Aufführung erstmals das Etikett »nach der Originalpartitur« Verwendung. Zusätzlich fand man mit Hilfe des Londoner Dirigenten George Smart ein altes Textbuch, das – so Mendelssohn – »unter Händel gebraucht worden«. Die durchweg positiven Zeitungskritiken zu den Aufführungen Mendelssohns lobten vor allem »die deutliche Aussprache, auf welche so selten Rücksicht genommen wird«.
- Georg Friedrich Händel (1685–1759)
- Israel in Ägypten (Fassung von Mendelssohn 1833, gesungen in deutscher Sprache)
- Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Hermann Max
- 2 CDs (Shop)
Neue Hör- und Entdeckerfreuden wünscht Ihnen Burkhard Schmilgun
Geposted von Burkhard Schmilgun (cpo) am 5.3.2009
Tags: Bach, CDs, cpo, Friedrich Ernst Fesca, Händel, Johann Strauss, Max Reger, Rudolph Simonsen, Thomas Selle
Ein einziges Mal traten Joan Sutherland und Fritz Wunderlich gemeinsam auf, und zwar in Händels Oper »Alcina«, die am 15. Mai 1959 vom WDR aufgenommen wurde. Dabei war die Besetzung so eigentlich gar nicht geplant, aber die ursprünglich vorgesehenen Sänger erfüllten die Ansprüche nicht und wurden fünf Tage vor der Aufführung entlassen. Im Crashkurs eigneten sich Sutherland und Wunderlich ihre Rollen an und harmonierten so gut mit dem übrigen Ensemble, als wären sie seit langem aufeinander eingespielt. Eine weitere Besonderheit dieser einzigartigen Aufnahme stellt das Orchester dar: Die Cappella Coloniensis begleitete damals als weltweit erstes Ensemble, das konsequent im Sinne der Historischen Aufführungspraxis musizierte. Die DGG bringt die Aufnahme nun als Auftakt zum Händel-Jahr auf CD heraus und macht damit ein in vielerlei Hinsicht wertvolles Dokument wieder zugänglich (siehe Seite 54 im aktuellen jpc-courier und im Shop).
Im Jahr 1985 veröffentlichte die DGG eine Einspielung mit Klavierkonzerten Bachs. Neben Christoph Eschenbach, Justus Franz und Gerhard Oppitz war auch Helmut Schmidt als Pianist an der Aufnahme beteiligt, die den 300. Geburtstag Johann Sebastian Bachs würdigen sollte. Den 90. Geburtstag Helmut Schmidts nimmt die DGG wiederum zum Anlass, einen bedeutenden Staatsmann zu ehren. Neben der CD enthält das Set die Dokumentation »Helmut Schmidt außer Dienst«, in der Sandra Maischberger den Altkanzler und seine Frau einfühlsam porträtiert (Shop).
Nach ihrem sensationellen, bei Virgin Classics erschienenen CD-Debut mit Arien von Mozart, Salieri und Righini widmet sich Diana Damrau auf ihrer neuen CD nun ganz Wolfgang Amadeus Mozart. In Konzert- und Opernarien stellt die Sängerin, der die internationale Presse sogar bescheinigte, die »weltbeste Koloratursopranistin« zu sein, erneut ihr außerordentliches Können unter Beweis. Begleitet wird sie, wie schon auf ihrer ersten CD, vom Ensemble Le Cercle de l’Harmonie unter Jeremie Rhorer. Die ersten 200 CDs hat Diana Damrau exklusiv für jpc signiert (Shop).
Geposted von Norbert Richter am 13.11.2008
Tags: Bach, CDs, Classic, Diana Damrau, Fritz Wunderlich, Händel, Helmut Schmidt, Joan Sutherland, Mozart
Zahlreiche Entdeckungen verspricht die 20 CDs umfassende Box »200 Ans de Musique a Versailles«. Herausgegeben wurde diese Edition anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Centre de Musique Baroque de Versailles und dokumentiert zahlreiche musikalische Highlights aus den Konzerten im Palast von Versailles. Die Musik entstand während der Regentschaften von Ludwig XIII bis Ludwig XVI und stammt aus der Feder von Boesset, Lully, Charpentier, Couperin, Marais, Delalande, Rameau und anderen. Dieses reiche Kompendium des französischen Barock umfasst Kammermusik, geistliche Musik, Ballette und Symphonien, darunter einige Weltersteinspielungen und wird interpretiert von der Crème de la Crème der Barockszene. Für Liebhaber dieser Musik ist diese Box ein Muss (Shop).
Die Eloquence-Serie feiert in diesen Tagen ihren 10. Geburtstag und ist mit etwa 10 Millionen verkauften CDs die mit Abstand erfolgreichste Klassik-Serie auf dem deutschen Markt. Zu diesem Jubiläum erscheint nun Andras Schiffs Einspielung sämtlicher Werke für Klavier solo von Johann Sebastian Bach. Diese in den Jahren 1982 bis 1991 entstandenen Aufnahmen haben nach wie vor Referenzstatus. Die 12 CDs umfassende und mit 19,99 Euro sehr preiswerte Box (Shop) stellen wir auf Seite 57 im aktuellen jpc-courier ausführlich vor. Dort finden Sie weitere Eloquence-Boxen, die jede CD-Sammlung bereichern.
Das Jahr 2009 steht ganz im Zeichen von Haydn und Händel und wirft seine Schatten schon sehr deutlich voraus. So ist unsere zweite Umschlagseite im aktuellen jpc-courier Georg Friedrich Händel gewidmet. Fünf traumhaft schöne Boxen enthalten maßstabsetzende Einspielungen seiner Werke, die bei harmonia mundi france erschienen sind. Liest man die Riege der Interpreten, so braucht man auch über die musikalische Qualität kein Wort zu verlieren.
Brilliant Classics wird (hoffentlich) am 31.10.2008 einen wichtigen Auftakt zum Haydn-Jahr liefern, denn dann soll eine 150-CD-Edition zu einem äußerst attraktiven Preis (99,99 Euro) erscheinen (Shop).
Geposted von Norbert Richter am 17.10.2008
Tags: Bach, Classic, Haydn, Händel, Highlights
