Neue Interpretationen von Bach-Werken sind erschienen. Drei davon, von Maurizio Pollini (Shop), András Schiff (Shop) und Murray Perahia (Shop) hat sich Zeit Online für eine Rezension herausgegriffen.
Geposted von Norbert Richter am 11.12.2009
Tags: András Schiff, Bach, CDs, Classic, Maurizio Pollini, Murray Perahia, Rezensionen
Hermann Max und J. S. Bach
Hermann Max hat mit seiner Rheinischen Kantorei und dem Kleinen Konzert Interpretationsgeschichte vornehmlich des 17. und 18. Jahrhunderts geschrieben. Neben den großen »klassischen« Meisterwerken hat sich Max immer die Neugier auf Ausgrabungen und Entdeckungen bewahrt und ist immer begeistert auf meine Ideen eingegangen: die Ferdinand Ries-Entdeckungen sind da klingender und überzeugender Beweis. Doch nun war es an der Zeit, endlich auch einmal das vielleicht populärste geistliche Werk des großen Thomaskantors in Max’ Interpretation zu dokumentieren. Ohne jede Betulichkeit, mit scharfen rhythmischen Akzenten und flotten Tempi, brillant im Surroundklang haben wir hier das Weihnachtsoratorium fürs 21. Jahrhundert!
- Johann Sebastian Bach (1685–1750)
- Weihnachtsoratorium BWV 248
- Veronika Winter, Wiebke Lehmkuhl, Jan Kobow, Markus Flaig, Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Hermann Max
- 2 SACDs (Shop)
Weihnachten mit Orgel
Gerade bekam Gerhard Weinberger für seine cpo-Gesamteinspielung der Bach-Orgelwerke den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik. Jetzt stellt er zusammen mit seiner Frau Beatrice-Maria Orgelwerke zur Weihnacht verschiedenster Komponisten vor. Auf der Orgel der Klosterkirche Roggenburg, die mit einer für das 18. Jahrhundert beachtlichen Zahl von 43 Registern, verteilt auf drei Manuale und Pedal, zu einer Reihe bedeutender Monumentalorgeln aus Oberschwaben gehört, spielen sie »im Duett« und auch solo Stücke von John Marsh – einem der herausragenden Musiker seiner Generation in Südengland –, von Giovanni Morandi aus Pergola, von dem Berliner Julius Schneider, von den bekannten französischen Komponisten und Organisten Théodore Dubois und Charles-Marie Widor sowie modernere Stücke von Ralf Bölting und Robert J. Powell.
- Weihnachtsmusik für Orgel & für Orgel 4-händig
- Werke von Händel, Morandi, Schneider, Widor, Dubois, Lehrndorfer, Bölting, McConnaughey, Powell, Callahan
- Beatrice-Maria Weinberger & Gerhard Weinberger/Orgel der Klosterkirche Roggenburg
- CD (Shop)
Weihnachtsoratorium von Mattheson
Nach der cpo-Einspielung des Oratoriums »Der liebreiche und geduldige David« sind wir froh, auch noch ein Weihnachtsoratorium von Mattheson vorstellen zu können. »Das größte Kind« ist ein Oratorium im wahren Sinne, sprich ein vollständig gedichtetes Werk, dessen Text auf verschiedene handelnde Personen verteilt ist. Die formale Nähe zur zeitgenössischen Oper ist unüberhörbar. Bei dem Text handelt es sich nicht um eine Originaldichtung, sondern basiert auf einem Dialogus von der Geburt Christi. Das größte Kind gehört zu Matthesons am reichsten besetzten Partituren. Besonders auffällig ist die gleichzeitige Verwendung von Hörnern und Trompeten in den Chorsätzen, die sonst in keinem Werk Matthesons zu finden ist.
- Johann Mattheson (1681–1764)
- Das größte Kind (Weihnachtsoratorium)
- Susanne Rydén, Nele Gramß, Anne Schmid, Gerd Türk, Kölner Akademie, Michael Alexander Willens
- CD (Shop)
Orchestrale Kammermusik
Großformatige Werke sind es, die man vor allen Dingen mit dem Namen Korngold in Verbindung bringt. Doch während seiner gesamten schöpferischen Karriere hat der Komponist auch schöne Kammermusiken geschrieben. Bei Werken für kleinere Besetzungen legte sich Korngold niemals stilistische oder intellektuelle Zügel an. Statt dessen lag ihm daran, die eingesetzten Mittel dergestalt zu erweitern, dass es ihnen an nichts fehlte, und so kommt es eben auch in Werken wie dem hier vorliegenden Streichquintett oftmals zu geradezu orchestralen Klängen. Sein erstes Streichquartett zeichnet sich vor allem durch viele überraschende Einfälle und extrem hohe technische Anforderungen aus. Den größten Teil seines – 10 Jahre später entstandenen – zweiten Streichquartetts schrieb Korngold in seinem Landhaus in Gmunden am Traunsee. Man kann in der melodischen Fundgrube dieser Partitur deutlich den großen Einfluss der hinreißend schönen oberösterreichischen Landschaft spüren.
- Erich Wolfgang Korngold (1897–1957)
- Streichquartette Nr. 1–3 (op. 16, 26, 34)
- Klavierquintett op. 15
- Henri Sigfridsson (Klavier), Aron Quartett
- 2 CDs (Shop)
Puschkin als Operette?
Nein, mit Puschkins Erzählung »Pikawaja Dama« von 1834, die dann 50 Jahre später als »Pique Dame« im der Vertonung von Tschaikowski Operngeschichte schrieb, hat die 1864 uraufgeführte Operette gleichen Namens von Suppé fast nichts gemein. Außer, dass es auch hier um Spielkarten geht, immerhin hieß die – nicht sonderlich erfolgreiche – Urfassung des Schwanks »Die Kartenschlägerin«. Die Ouvertüre ist das Einzige, was vom Gesamtwerk überlebt hat. Sie ist eine der Meisterouvertüren Suppés. Umso interessanter ist es zu erfahren, was auf dieses musikalische Schwergewicht (was nichts mit der Leichtigkeit und dem mitreißenden Brio der Musik zu tun hat!) an weiterer Musik folgt. Es ist eine Mischung aus Italianità und Wiener Sentimentalität, die wir da hören: Das macht den großen Reiz dieser Entdeckung aus!
- Franz von Suppé (1819–1895)
- Pique Dame
- Anjara Ingrid Bartz, Mojca Erdmann, Anneli Pfeffer, WDR Rundfunkchor, WDR Rundfunkorchester, Michail Jurowski
- CD (Shop)
Widor: Sinfonien für Orgel und Orchester
Charles-Marie Widor: Dieser Name ist Inbegriff für französische Orgelmusik im 19. Jahrhundert. Der bedeutende Orgelbauer Cavaillé-Coll nahm sich seiner schon als Schüler an und empfahl ihn auch auf die Stelle des Titularorganisten von St. Sulpice. Widor machte sich schnell auch einen Namen als Komponist, und seine 10 Symphonien für Orgel solo gelten auch heute noch als Non plus ultra der virtuosen französischen Schule. Dabei hat Widor immer auch für Orchester geschrieben. So gibt es zwei reine Orchestersinfonien und vier Sinfonien für Orgel und Orchester.
Christian Schmitt, der wohl profilierteste deutsche Organist der jüngeren Generation wird sich in Zukunft dem Widorschen Œuvre auf cpo schwerpunktmäßig widmen.
- Charles-Marie Widor (1844–1937)
- Symphonie op. 42 für Orgel & Orchester
- Sinfonia sacra op. 81 für Orgel & Orchester
- Christian Schmitt (Jann-Orgel Konzerthalle Bamberg), Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie, Stefan Solyom
- SACD (Shop)
Geposted von Burkhard Schmilgun (cpo) am 9.11.2009
Tags: Bach, CDs, Charles-Marie Widor, Classic, cpo, Erich Wolfgang Korngold, Franz von Suppé, Johann Mattheson, Super Audio CDs
Es wurde ein triumphales Ereignis, als Vladimir Horowitz im Mai 1986 nach langer Abstinenz wieder ein Konzert in Berlin gab. Die Ankündigung dieses Ereignisses sorgte im Nu dafür, dass sämtliche Karten binnen weniger Stunden verkauft waren. In den Archiven des rbb wurde der Mitschnitt des Konzerts, das der Sender Freies Berlin damals übertrug, wiederentdeckt. Dieses sorgfältig remasterte Dokument hat Sony Classical nun in zwei Varianten veröffentlicht. Es gibt sowohl die Radio-Edition (Shop) mit allen Ansagen und Pausengesprächen sowie die Konzertversion als Deluxe-Ausgabe (Shop, in einem 100-seitigen Booklet mit bisher unveröffentlichten Fotos und Dokumenten, Texten über die Beziehung von Horowitz zu Berlin und zur Entstehung des Konzerts). Details zu dieser Sternstunde des Konzertlebens finden Sie auf der zweiten Umschlagseite im aktuellen courier.
Ton Koopmans bahnbrechende Einspielung sämtlicher (überlieferter) Bach-Kantaten gibt es nun endlich in einer preiswerten Box (Shop). Neben den geistlichen und weltlichen Kantaten sind auch die Messen BWV 233-236 sowie die kürzlich wiederentdeckte Aria BWV 1127 enthalten. Als Bonus und exklusiv bei jpc gibt es die DVD mit Bachs Matthäus-Passion – natürlich unter Koopmans Leitung – dazu. Außerdem hat Ton Koopman die ersten 100 Boxen für uns signiert.
Unter dem Titel »Sacrificium« erscheint in diesen Tagen bei Decca Cecilia Bartolis neue CD (Shop) mit Arien aus barocken Opern, die damals von Kastraten gesungen wurden. Gemeinsam mit den Barockspezialisten »Il Giardino Armonico« ist ihr ein fulminantes Album gelungen, auf dem zahlreiche Weltpremieren zu hören sind. Die limitierte Erstauflage enthält eine Bonus-CD mit drei legendären Kastraten-Arien.
Hohe Auszeichnung für unser Label cpo: Burkhard Schmilgun wird für seine Repertoirepolitik mit der Ehrenurkunde des Preises der Deutschen Schallplattenkritik 2009 geehrt. Besonders das Engagement des Produzenten für verschollene und als »Kleinmeister« abgetane Komponisten hielt die Jury für auszeichnungswürdig.
Geposted von Norbert Richter am 18.9.2009
Tags: Bach, CDs, Cecilia Bartoli, Classic, cpo, Decca, Highlights, Ton Koopmann, Vladimir Horowitz
Der heutige Blick in die Online-Presse lässt gleich zwei Artikel hervorblitzen: Forscher haben zwei Litui nachgebaut – Intrumente, die zuletzt wohl vor über 250 Jahren ertönten und für die u. a. auch Bach Musik geschrieben hatte. Ein Lituus ist ein hölzernes Blechblasinstrument. Mehr darüber schreibt Spiegel Online und liefert auch gleich eine Klangprobe des ungewöhnlichen Instruments.
Das Aus von Christian Thielemann als Generalmusikdirektor der Münchener Philharmoniker verkündet dagegen Welt Online und sieht damit gleichzeitig die Zeit der Superdirigenten als beendet an.
Geposted von Norbert Richter am 23.7.2009
Tags: Bach, Christian Thielemann, Classic
Johann Strauss – wiederentdeckt
»Der neuen Partitur lässt sich viel Gutes nachrühmen. Sie waltet nicht bloß so freigebig mit anmuthigen Melodien, sie schmiegt sich auch mit lobenswerther Treue und Feinheit dem Worte und der Situation an. Und wie schön klingt sein Orchester!« So stand es 1880 in der Wiener Presse nach der Uraufführung von Johann Strauss’ siebter Operette »Das Spitzentuch der Königin«. Durch den Walzer »Rosen aus dem Süden« sind die Melodien dieses fast vergessenen Werkes auch uns noch geläufig. Dabei ist es ein Meisterwerk und hat durchaus eine Renaissance verdient. Wie auch andere Operetten des Walzerkönigs neben der Fledermaus.
In Wien entsteht gerade die »Neue Johann Strauss Gesamtausgabe« mit vorbildlichen kritischen Editionen, die Staatsoperette Dresden produziert ausgewählte Werke daraus auf der Bühne, und cpo nimmt das Ganze für CD auf: Freuen Sie sich schon auf den »Carneval in Rom« und »Prinz Methusalem«.
- Johann Strauss II (1825–1899)
- Das Spitzentuch der Königin
- Stefanoff, Glatte, Kottmair, Simon, Liske, Brachmann, Gnauck, Chor und Orchester der Staatsoperette Dresden, Ernst Theis
- 2 CDs (Shop)
Korstick spielt Reger und Busoni
»Das Werk ist sehr schwer … Es ist sozusagen eine Art Brahms d-moll Konzert ins Moderne übertragen«, schrieb Reger. Und genau wie das Brahms Konzert erlebte Regers Opus ein Fiasko: »eine neue Fehlgeburt der in Inzucht verkommenen Reger-Muse, nur im ersten Satz halbwegs erfunden, im übrigen schematisch er-Regert« – das ist so boshaft wie sprachlich gewitzt. Für den Komponisten war es allerdings eine herbe Enttäuschung: »Die Tonsprache ist zu herb und ernst, da muss sich das Publikum erst daran gewöhnen«. Leider hat sich das Publikum bis heute nicht daran gewöhnt, vielleicht aber auch, weil es ihm so gut wie nie angeboten wird: Pianisten machen einen weiten Bogen um das als »Schinken« verrufene Konzert. Diese Werk-Malaise muss einen Pianisten wie Michael Korstick herausfordern und mit intellektueller Grazie stellt er sich dem Feind – und gewinnt. Absolut aufregend!
- Max Reger (1873–1916)
- Klavierkonzert op. 114
- Bach/Busoni
- Klavierkonzert nach BWV 1052
- Michael Korstick, RO München, Ulf Schirmer
- CD (Shop)
Ein Erbe Carl Nielsens
Simonsen war zu Lebzeiten eine der bekanntesten Persönlichkeiten des dänischen Musiklebens – und das nicht nur als Komponist, sondern auch als Pianist, Lehrer, Administrator, Dozent und Autor. Er gehörte zu der Generation nach Carl Nielsen, die unter vollen Segeln fahren konnte, weil ihr Nielsen den Weg gewiesen hatte. Simonsen war ein außerordentlicher Idealist und von seltenster humanistischer Bildung: So beherrschte er fließend Griechisch, Lateinisch und Hebräisch. Er entstammte der jüdischen Mittelschicht Kopenhagens, und wenn er auch vom orthodoxen Judentum weit entfernt war, so fühlte er sich doch in kultureller Hinsicht mit der jüdischen Geschichte verbunden.
Seiner ersten Sinfonie, die übrigens 1920 von Carl Nielsen in Göteborg uraufgeführt wurde, gab er denn auch den programmatischen Titel »Zion«. Zum ersten Mal hat hier ein jüdischer Komponist in Dänemark ein Werk geschrieben, das sich ganz direkt mit der jüdischen Kultur auseinandersetzt.
- Rudolph Simonsen (1889–1947)
- Symphonien Nr. 1 & 2; Ouvertüre g-moll
- Sønderjyllands SO, Israel Yinon
- CD (Shop)
Fescas Flötenquartette
Selber ein exquisit ausgebildeter Geiger, wundert es nicht, dass vor allem seine meisterlich gearbeiteten Streichquartette früh den guten Ruf von Fesca als Komponist festigten. Aber die Qualität und das Originelle der Streichquartette findet sich durchaus auch in seinen Flötenquartetten wieder. Die viersätzigen Werke sind von großer formaler und konzeptioneller Einheitlichkeit. Die Schönheit liegt nicht in hervorstechenden Einzelheiten oder einprägsamen Melodien. Fescas Personalstil offenbart vielmehr kleine Abweichungen von der Norm vorgegebener Strukturen, vereint mit einem feinen Sinn für die Integrationsfähigkeit des klassischen vierstimmigen Satzes. Drei von den vier Quartetten werden hier frisch und mitreißend interpretiert von dem Linos Ensemble, von dem wir auf cpo bereits die wunderbaren Einspielungen der Septette von Alexander Fesca, dem Sohn von Friedrich Ernst Fesca, kennen.
- Friedrich Ernst Fesca (1685–1759)
- Flötenquartette op. 37, 38, 40
- Linos Ensemble
- CD (Shop)
Selles Auferstehungshistorie
Unter dem Titel Opera omnia hinterließ der aus Sachsen stammende Selle der Stadt Hamburg mit seinem gesamten musikalischen Nachlass handschriftliche Abschriften von den meisten seiner geistlichen Werke, die auch in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg aufbewahrt werden. Selle, der seine Ausbildung in Leipzig absolvierte, war ab 1641 u. a. Musikdirektor der vier Hauptkirchen Hamburgs und schuf für die Feste des Kirchenjahres eine bedeutende Reihe von musikalischen Historien sowie Vertonungen des Passionsberichtes im Johannesevangelium. Bei den hier eingespielten geistlichen Werken für Ostern wird deutlich erkennbar, das für Selle die klangfarbliche Facette ein ähnlich großes Gewicht wie deren melodische harmonische oder kontrapunktische Gestaltung hatte. Bei der Auferstehungshistorie setzt Selle auf eine affektbetonte Textausdeutung, was sein Interesse an einer moderneren, dramatischen Gestaltungsweise erkennen lässt.
- Thomas Selle (1599–1663)
- Historia der Auferstehung; Geistliche Konzerte & Motetten zum Osterfest
- Weser-Renaissance, Manfred Cordes
- CD (Shop)
Mendelssohns »Israel in Ägypten«
Mit kaum einem anderen Werk des 18. Jahrhunderts hat Mendelssohn sich während seiner Dirigentenkarriere so häufig auseinandergesetzt wie mit Händels Oratorium »Israel in Egpyten«. Als großer Verehrer Händels brachte er dann das Werk beim Niederrheinischen Musikfest am 26. Mai 1833 in Düsseldorf erfolgreich wieder zur Aufführung – und weitere sollten folgen. Die Partitur des Werkes hatte Mendelssohn in London entdeckt und seine kritische Überprüfung der verfügbaren Editionen anhand dieser Originalquellen zeichnete seine Aufführung aus. So fand bei der Düsseldorfer-Aufführung erstmals das Etikett »nach der Originalpartitur« Verwendung. Zusätzlich fand man mit Hilfe des Londoner Dirigenten George Smart ein altes Textbuch, das – so Mendelssohn – »unter Händel gebraucht worden«. Die durchweg positiven Zeitungskritiken zu den Aufführungen Mendelssohns lobten vor allem »die deutliche Aussprache, auf welche so selten Rücksicht genommen wird«.
- Georg Friedrich Händel (1685–1759)
- Israel in Ägypten (Fassung von Mendelssohn 1833, gesungen in deutscher Sprache)
- Rheinische Kantorei, Das Kleine Konzert, Hermann Max
- 2 CDs (Shop)
Neue Hör- und Entdeckerfreuden wünscht Ihnen Burkhard Schmilgun
Geposted von Burkhard Schmilgun (cpo) am 5.3.2009
Tags: Bach, CDs, cpo, Friedrich Ernst Fesca, Händel, Johann Strauss, Max Reger, Rudolph Simonsen, Thomas Selle
Wie im britischen Evening Standard berichtet wurde, scheint das Ende des Traditionslabels Decca direkt bevorzustehen. Obwohl Julia Fischers Debütalbum mit Violinkonzerten von Bach (Shop) gerade riesige Verkaufserfolge feiert, verdichten sich die Gerüchte, dass Decca innerhalb der nächsten zwei Wochen die Pforten schließen muss.
Schaut man sich die Geschichte von Decca an, begegnet man Namen wie Louis Armstrong, Bing Crosby, Joan Sutherland und Luciano Pavarotti, The Rolling Stones und anderen Größen im Musikgeschäft von den 30ern bis in die heutige Zeit (die Beatles gehörten nicht dazu, aber das ist eine andere Geschichte). Eine Übersicht liefert die deutsche Wikipedia.
Im verlinkten Artikel ist allerdings auch davon die Rede, dass der berühmte Sound der Decca-Produktionen schon lange nicht mehr auf dem Niveau der guten alten Zeit ist. Es wird gar vermutet, dass ein Album wie das von Julia Fischer in den Höchstzeiten von Decca nicht in dieser Form veröffentlicht worden wäre. Der Klang sei zu schlecht ausbalanciert und von überzogener Klarheit; kein Vergleich zum Sound früherer Decca-Produktionen.
Nun ist uns natürlich bekannt, dass es unter unseren Kunden eine große Zahl an Decca-Freunden gibt. Wie sehen Sie das angekündigte Aus des Traditionslabels?
Geposted von Norbert Richter am 6.2.2009
Tags: Bach, Classic, Decca, Julia Fischer, Labels
