Weil wir jedes Jahr auf die Liste der Grammy-Gewinner hinweisen, wollen wir das natürlich auch 2010 nicht unterlassen. Die komplette Liste der Grammy-Gewinner finden Sie auf der extra eingerichteten Grammy-Seite in unserem Shop und natürlich auf der Grammy-Website. Alle Nominierten sind dort aufgeführt und die jeweiligen Gewinner gekennzeichnet.

So hoffnungsvoll wie Massive Attack vertont fast niemand die Trostlosigkeit, meint Andreas Borcholte in "Abgehört" über das neue Album der TripHop-Väter – und feiert mit Delphic ein Madchester-Revival. Jan Wigger schwelgt mit Yeasayer im Achtziger-Sound und verliert sich in den Klangwelten von Pantha Du Prince.

  • Massive Attack: "Heligoland" (Shop)
  • Yeasayer: "Odd Blood" (Shop)
  • Delphic: "Acolyte" (Shop)
  • Pantha du Prince: "Black Noise" (Shop)
  • Fehlfarben: "Glücksmaschinen" (Shop)

Heinz Sauer; Michael Wollny; Joachim Kühn: If Blue Then BlueUlrich Olshausen hat auf FAZ.NET Das Album "If Blue Then Blue" von Heinz Sauer (mit Michael Wollny und Joachim Kühn) als erstes Jazz-Meisterwerk des Jahres zur CD der Woche gekürt.

Miles Davis: The Complete Columbia Album Collection Bei Columbia ist eine CD-Box erschienen, die mit 70 CDs und einer DVD die Gesamtheit der auf Columbia von Miles Davis veröffentlichten Alben vereint. Infos zur Box finden Sie im Shop. Weitaus mehr über Miles Davis weiß jedoch Zeit Online zu berichten.

Die Nerds sind erwachsen geworden und lassen sogar ihren Gefühlen freien Lauf, staunt Andreas Borcholte in "Abgehört" über das neue Album der britischen Elektropopper Hot Chip. Jan Wigger langweilt sich mit Tegan And Sara und amüsiert sich über den erweiterten Realitätsbegriff der Magnetic Fields.

  • Hot Chip: "One Life Stand" (Shop)
  • Tegan And Sara: "Sainthood" (Shop)
  • Musée Mécanique: "Hold This Ghost" (Shop)
  • The Magnetic Fields: "Realism" (Shop)
  • First Aid Kit: "The Big Black & The Blue" (Shop)

Dauerbeschallung entwertet die Musik. Dieser Meinung ist zumindest Edo Reents, seines Zeichens Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Allgegenwart von konsumierbarer Musik schreibt er in seinem Feuilleton-Beitrag der Erfindung des iPhones zu und überspringt dabei gleich mal ein paar Generationen von portablen Abspielgeräten vom Walkman über verschiedenste MP3-Player bis zu den aktuellen iPods und natürlich auch dem iPhone in seiner heutigen Ausprägung.

Ist es wirklich so? Fehlt den Menschen die Wertschätzung für Musik? Und wenn: Ist nur die ständige Verfügbarkeit von Musik dafür verantwortlich, dass Mancher sie nicht mehr wertschätzen kann? Oder ist es mangelnde Wertschätzung durch den Konsumenten, die ihn erst veranlasst, sich mit mehr oder weniger seichter Musik berieseln zu lassen? Aber war es dann wirklich erst die Einführung der tragbaren Abspielgeräte oder nahm das Unheil nicht schon mit der Erfindung der Tonträger seinen Lauf? Davor war der Aufwand für den Musikgenuss schließlich ungleich höher. Und was wird es in Zukunft geben, das uns an die guten alten Zeiten des iPods zurückerinnern lässt?

Für Edo Reents gibt es aber auf jeden Fall einen Tipp, der ihm gegen die Dauerbeschallung helfen könnte: Einfach mal abschalten.